Schillix 0.8 setzt auf hauseigenes Open Solaris

Die Unix-Live-Distribution hat sich vor zwei Jahren dem freien Open-Solaris-Fork Illumos angeschlossen, kehrt aber nun zu einer selbst weiterentwickelten Open-Solaris-Version zurück.

Nach Meinung der Entwickler entwickelt sich Illumos zu sehr in eine nur für Fileserver nützliche Richtung. Auch vermissen sie Unterstützung für SVR4-Pakete. Ab dieser Version benutzen sie daher “Schillix-ON” als Code-Basis: eine eigene Weiterentwicklung des Quellcodes, die von der Open-Solaris-Version von August 2010 ausging.

Zu dieser haben die beiden Schillix-Entwickler nach eigenen Angaben 200.000 Zeilen Code hinzugefügt, allein um SVr4-Pakete zu unterstützen. Dazu kommen 150.000 eigene neue Programmzeilen. Die Doku haben sie nicht vergessen: die Manpages sind um 1,5 Millionen Zeilen gewachsen. Einzelheiten und detaillierte Installationshilfen gibt es in den pragmatisch gehaltenen Release-Notes.

Die Projekt-Webseite enthält weitere Infos – zum Beispiel, dass im Moment nur zwei Entwickler Schillix machen, die sich über Interessenten freuen würden. Die beiden Fraunhofer-Fokus-Mitarbeiter pflegen das Solaris-Derivat seit 2005. Es steht unter der alten Sun-Lizenz CDDL.

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