Apache Open Office: Mehrere Schwachstellen lassen Angreifer Befehle ausführen

In Apache Open Office sind mehrere Sicherheitslücken aufgetaucht, die es einem entfernten Angreifer erlauben, Befehle mit den Rechten des Anwenders auszuführen.

Die Ursache ist ein Integer-Overflow-Fehler. Dieser befindet sich in der Datei “vclmi.dll” und lässt sich mit Hilfe einer geschickt konstruierten “*.doc”-Datei auslösen. Ursache sind Schwachstellen beim Verarbeiten von eingebetteten JPEG-, PNG- und BMP-Bilddaten, die den Overflow auslösen können. Die Programmierfehler finden sich in den folgenden Dateien: “filter/jpeg/jpeg.cxx”, “bitmapdevice.cxx” und “gdi/pngread.cxx”. Ein Integer-Overflow kann hier beispielsweise beim Verarbeiten von Bildbreite- und höhe auftreten. Die veröffentlichten Patches fügen zusätzliche If-Abfragen in den Code ein, um solche Situationen abzufangen.

Ein weitere Sicherheitslücke findet sich im Code zum Verarbeiten von Wordperfect-Dateien (“*.wpd”). Ein Fehler im Speichermanagement hat hier zur Folge, dass ein entfernter Angreifer ebenfalls Befehle mit den Rechten des Anwenders ausführen kann. Der eigentliche Programmierfehler findet sich in der angepassten Libwpd-Bibliothek. Eine Attacke ist mit Hilfe einer speziellen WDP-Datei möglich.

Auch die Speicherverwaltung in den Routinen zum Verarbeiten von Powerpoint-Dateien ist fehlerhaft. Ein Programmierfehler in der Dartei “msfilter/msdffimp.cxx” hat zur olge, dass ein entfernter Angreifer Befehle und Denial-of-Service-Attacken ausführen kann. Auch hier besteht das Patch aus ein paar zusätzlichen If-Abfragen.

Betroffen sind die Versionen 3.3 und 3.4 Beta.

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