Dass Ubuntus CTO Matt Zimmerman Canonical verlässt, ist keine Neuigkeit mehr. Jetzt weiß man auch, wo es ihn hinzieht – in ein Startup namens Singly.
In seinem Blog nennt Matt Zimmerman nun Details dazu, wo es ihn nach seinem Weggang von Canonical hinzieht. Das Startup namens Singly, in dem er künftig arbeitet, dient als Schirm für das Locker-Projekt und Telehash.
Jeder Singly-Nutzer soll zukünftig seine Daten, die er sonst über das Internet verteilt an einem zentralen Ort verwalten – in einem so genannten Locker. Diese Datenspeicher erstellen Kopien der Daten, die man bei anderen Diensten hinterlässt, etwa bei Facebook, Twitter oder Flickr. Wollen Anwendungen etwa auf die Facebook-Daten zugreifen, müssen sie nicht mehr Facebook selbst melken, sondern greifen auf die Daten zu, die Singly für sie aufbewahrt.
Ein Vorteil für Anwendungen: Ändern Facebook, Twitter und Co. ihre APIs, müssen nicht mehr sämtliche Anwendungsentwickler darauf reagieren. Lediglich das Locker-Projekt passt dann den Code an. Für die Anwendungen, welche die Locker API nutzen, ändert sich hingegen nichts. Ein weiterer Vorteil: Die Nutzer erreichen alle ihre Daten wie Tweets und Bilder über einen zentralen Ort. Und – anders als es jetzt oft der Fall ist – gehören ihnen diese Datenkopien auch. Schließt Twitter seine Pforten oder wird Facebook kostenpflichtig, bleiben die Daten weiter erreichbar.
Aktuell heuert das Projekt, in dem der Jabber-Gründer Jeremie Miller mitarbeitet, Entwickler und Cryptographie-Experten an. Der Quellcode zum Locker-Projekt lässt sich über Github herunterladen und steht unter einer BSD-Lizenz, Telehash ist Public Domain.


