Warum gibt es keine neuen offiziellen Arch-Linux-Images? Der belgische Archlinux-Entwickler Dieter Plaetinck nimmt in seinem Blog Stellung zu dieser Frage.
Die letzte Arch-Linux-Release datiert vom Mai letzten Jahres und verwendet Kernel 2.6.33. Für die Distribution, die sich nach dem Rolling-Release-Modell ständig aktualisiert und rasch der Upstream-Entwicklung folgt, ist das sehr alt. Aktuelle Arch-Installationen verwenden Kernel 2.6.38, und auch viele andere Software hat im vergangenen Jahr Versionssprünge gemacht: Arch Linux enthält beispielsweise die Gnome-Version 3.0. Somit ist nach einer Installation vom Image 2010-05 eine regelrechte Update-Orgie angesagt.
Plaetinck erklärt, was außer seiner Wohnungssuche und seiner Band hinter der Verzögerung steckt: Er ist derzeit dabei, den Release-Prozess gründlich umzukrempeln und arbeitet an den erforderlichen Tools sowie am Installer AIF. Wer sich für die Fortschritte interessiert, findet alle drei Tage automatisch gebaute Installationsimages auf der Release-Engineering-Seite. Der Entwickler betont, dass es sich dabei nicht um offizielle Arch-Linux-Images handelt.
Technisch versierte Anwender bittet Dieter Plaetinck, die Images zu testen und Rückmeldung auf einer Feedback-Seite zu geben. Damit nicht genug: Der Entwickler ruft die oft technisch versierten Arch-Anwender auf, ihn tatkräftig zu unterstützen, wenn sie bald neue offizielle Images sehen möchten. Der 2009 gefasste Plan der Community-Distribution, ein neues Image zu jeder Kernelversion herauszubringen, rücke unterdessen weiter in die Ferne, schließt der Blogeintrag.



