Artikeltipp: Upstart und Systemd im Vergleich

Upstart und Systemd – gleich zwei neue Ansätze konkurrieren um die Pole-Position beim Linux-Start. Tim Schürmann unterzieht die Kandidaten im LinuxUser 01/2010 einem konzeptionellen Vergleich.

Der Linux-Kernel übergibt nach seinem Start die Kontrolle an das kleine Programm Init. Ihm kommt wiederum die Aufgabe zu, alle für den Betrieb notwendigen Dienste zu starten und die Hardware einzurichten. In der Vergangenheit werkelte in den meisten Distributionen ein sogenanntes SysV-Init, das alle Systemdienste strikt nacheinander anschiebt. Da die Distributionen jedoch immer mehr Programme und Dienste mitbringen, dauert es immer länger, bis der Anwender endlich vor seinem Desktop sitzt.

Damit aber nicht genug: Während SysV-Init etwa eine angestöpselte Festplatte initialisiert und einbindet, wartet der gesamte Rest des System auf diese eine Hardwarekomponente. Tritt hierbei ein Problem auf, stoppt dies den kompletten Bootvorgang.

Apropos Absturz: Um festzustellen, ob ein essenzieller Dienst noch läuft oder als Zombie durch den Hauptspeicher geistert, stellt SysV-Init einige Verrenkungen an – in der Regel überwacht es die vom Daemon unter /var/run in einer Datei hinterlegte Prozess-Nummer (PID). Abschließend unterscheidet SysV-Init noch mehrere recht starre Systemkonfigurationen, die sogenannten Runlevel.

Emporkömmling

Mit diesen Problemen sahen sich zunehmend auch die Macher der Distribution Ubuntu konfrontiert. Unter ihnen war auch Scott James Remnant, der das Heft schließlich selbst in die Hand nahm und Upstart entwickelte.

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