RHEL 6 integriert Dells Servermanagement-Software

Der Server-Hersteller Dell und das Linux-Unternehmen Red Hat haben die RHEL-6-Zertifizierung der Poweredge-Server um die Integration von Dells Management-Software Openmanage Server Administrator (OMSA) erweitert.

Dells Linux-Entwickler Charles Rose und der Open-Manage-Entwickler Chandrasekhar R haben die Anwender-Community im Dell-Blog sowie auf der Dell-Sysadmin-Mailingliste darauf hingewiesen, dass das Red-Hat-Linux in Version 6 den Openmanage Server Administrator (OMSA) von Dell ab Version 6.4 nativ unterstützt. Jetzt schon sind in RHEL 6 enthalten:

  • openwsman-server
  • openwsman-client
  • libwsman1
  • libcmpiCppImpl0
  • sblim-sfcb
  • sblim-sfcc

Bei den neuen Paketen haben die Dell-Entwickler nach eigenen Angaben schon für die Openmanage-Release 6.3 eng mit den Communities von Openwsman und Sblim zusammen gearbeitet. In Kooperation zwischen Red und Dell habe man anschließend für eine “robuste Integration” in RHEL 6 gesorgt. Die meisten Entwicklungen seien jedoch mit Beta-Releases von RHEL6 vollzogen worden. Offiziell hält Openmanage daher erst in der Folgeversion in RHEL 6 Einzug. Zum Beispiel lässt sich OMSA Version 6.3 nur manuell mit Yum, aber nicht per Skript auf der stabilen RHEL-6-Version installieren, wie eine Anwenderin auf der Mailingliste angemerkt hat. Der Installationsskript-Support werde erst in die folgende OMSA-Release Einzug halten, bestätigte Dell.

Der OMSA ist die von Dell entwickelte webbasierte Verwaltungsoberfläche für Dells Linux-Server. Die Software verwendet unter anderem Apache-Software, ist aber selbst nicht quelloffen. Der Dell-Administrator erschien noch in Netscape-Zeiten in Version 1.0 für Windows und Red Hat und zuletzt in Version 6.3 im Juli 2010. Erstmals auch als Deb-Paket ist der OMSA seit Mitte 2010 für Ubuntu 9.10 erhältlich, allerdings ohne kommerziellen Support durch Dell.

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