Qt Developer Day: "Qt wird auf allen Nokia-Smartphones laufen"

Rich Green, der neue CTO von Nokia und Ex-Softwarechef von Sun Microsystems, betonte die Rolle von Qt für zukünftige Nokia-Smartphones sowie die Rolle der offenen Projektführung für Qt.

In der Eröffnungskeynote auf dem Qt Developer Day 2010 in München betonte Nokias CTO Rich Green die Wichtigkeit des Qt-Toolkits für Nokia.

Der erst dieses Jahr zu Nokia gestoßene Rich Green nutzte den Qt Developer Day, um sich in Person den Entwicklern zu zeigen und die offene Projektführung von Qt zu betonen, die seiner Meinung nach sehr wichtig sei.

Er betonte auch die Rolle von Qt an sich. Zu den Regeln, die für Nokia gelten sollen, gehören nach seinen Worten eine große und homogene Installationsbasis (was mit Qt der Fall sei), sehr gute Entwicklertools, eine einfache und produktive Entwicklungsumgebung sowie eine bewährte Plattform. “Das sind keine bloßen Marketing-Ideen”, versichert der Amerikaner: “Alle Smartphone-Devices von Nokia werden auf Qt aufbauen.” die Vorteile seine, dass Qt eine Brücke zwischen den beiden Nokia-Plattformen Symbian und Meego schlage. Schließlich soll für Nokia gelten: ‘Eating your own dog food’, was soviel bedeutet, dass man das eigene Produkt nicht nur entwickelt, sondern selbst benutzt.

Rich Green, der neue CTO von Nokia und Ex-Softwarechef von Sun Microsystems, betonte die Rolle von Qt für zukünftige Nokia-Smartphones sowie die Rolle der offenen Projektführung für Qt.

Rich Green, der neue CTO von Nokia und Ex-Softwarechef von Sun Microsystems, betonte die Rolle von Qt für zukünftige Nokia-Smartphones sowie die Rolle der offenen Projektführung für Qt.

Als zukünftige Strategie benannte Green – neben dem obligatorischen Bekenntnis, dass man Qt weiterentwickeln werde – drei Punkte: Zum einen sei die offene Projektführung und Einbeziehung der Community wichtig (“Ich komme aus einer Open-Source-Welt”, so der Ex-Sun-Mitarbeiter, der vor seiner Zeit bei Nokia 19 Jahre bei Sun und unter anderem Software-Chef war). Zum zweiten werde für Qt vor allem das Anwendererlebnis mittels Qt Quick und QML wichtig sein. Als dritten Punkt betont Green die Entwicklung mobiler Anwendungen und – wenig überraschen – den Ovi-Store. Von den 175 Millionen Nokia-Geräten auf dem Markt, beziffert er, laufen 45 Millionen mit der Qt-Plattform – dieses Publikum legte er den anwesenden Entwicklern ans Herz.

In einer Frage-Antwort-Runde für die Presse, die sich an die Keynote anschloss, spezifizierte der Nokia-CTO, was “Open Government” für Qt heiße: Die Nokia-Leute sollen nicht die einzigen sein, die Code zu Qt beisteuern können. Zu Symbian und Meego wollte sich der Technikchef aber nicht äußern: “Das ist viel zu früh”. Darüber wolle er erst reden, wenn Meego-Geräte von Nokia auf dem Markt seien. Wann das sei, wollte er nicht sagen.

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