Hewlett-Packard hat für Deutschland die Verfügbarkeit des neuen Produkts “HP Migration in a Box” für die Migration von SAP-Anwendungen auf Integrity- und Proliant-Server mit Windows, Linux oder dem HP-Unix bekannt gegeben.
Mit dem Angebot zielt der Server-Hersteller auf Unternehmen, die ihre SAP-Anwendungen auf HP-Hardware migrieren wollen. Als Besonderheit bietet HP eine Komplettlösung aus Hardware, Analyse- und Migrations-Services an, also inklusive der Migration der SAP-Anwendungen auf die neue Hardware als Dienstleistung mit speziellen Tools. Der Käufer entscheide sich lediglich für die Hardware und das Betriebssystem teilt der Hersteller mit.
Den Erfolg der Migration will HP mit der Software “HP Application Performance Standard Meter” schaffen. Sie misst nach HPs Angaben den Ressourcenverbrauch aller SAP-Anwendungen und definiert damit ein Bild der Zielarchitektur. Grundlage der Messung ist der SAP Application Performance Standard (SAPS) von SAP. Neuerdings, so HP, messe die Software auch SAP-Anwendungen auf Solaris-Umgebungen.
Zu den Preisen macht HP zunächst keine genauen Angaben. Es seien verschiedene Pakete verfügbar. Auch die Verfügbarkeit ist nicht ganz klar, denn obwohl HP sie für Deutschland sowohl direkt als auch über Partner verspricht, verlinkt das Unternehmen nur die englischsprachige Produktseite. Die Redaktion hat bereits bei HP angefragt und wird sich gegebenenfalls mit einem Update melden.
Update: Hewlett-Packard hat auf Anfrage der Redaktion Zusatzinformation geliefert. Das Komplettpaket besteht demnach aus folgenden Schritten: Mit dem HP Application Performance Standard Meter analysiert HP zunächst den Leistungsbedarf des Bestandssystems. Das ist die Basis für das Sizing der neuen Systemumgebung, die genau wie die Migration zum Angebot gehört. Für dioe MIgration nutzt HP unter anderem ein gemeinsam mit Oracle entwickeltes Werkzeug (STM = smooth transitioning method), das, so HP, besonders bei großen Datenbanken eine hohe Migrationsgeschwindigkeit ermöglicht. Die HP-Server sind schließlich Bestandteil des individuell erstellten Komplettangebots.
Hewlett-Packard hat auch ein Preisbeispiel genannt. Wenn das Szenario beispielsweise aus einem SAP-System mit Test-, Produktiv- und Qualitätssicherungssystem besteht sowie aus einer Datenbank von 700 GByte, liegt der Preis ohne Hardware in etwa bei 18.000 Euro. Hier sind die Leistungen der Analyse, des Sizing und der Migration enthalten. Der Preis hängt davon ab, wie komplex die SAP-Landschaft ist, wie viele Instanzen sie hat – also ob es ein reines ERP ist oder auch BW, Portal oder APO etc. dabei sind – , wie groß die Datenbanken sind, und ob der Käufer die Migration gleich für ein technisches Upgrade auf ECC 6.0 nutzt.
An Linux-Distributionen sind alle die unterstützt, die auch von SAP unterstützt werden, lässt HP noch wissen. Zu der englischen Produktseite merkt das Unternehmen an, dass das nichts zu sagen habe: Das Angebot “Migration in a Box” sei zunächst nur in Deutschland verfügbar und wird von der deutschen Division der HP Technology Services umgesetzt, versicherte HP der Redaktion.



