Das von vier Studenten der New York University gestartete Projekt Diaspora tritt als Privacy-bewusstes “Do-it-All”-Netzwerk in Konkurrenz zu Facebook.
Die erste Version des Codes ist jetzt auf der Github-Site verfügbar. Die Entwickler ordnen ihn in das Pre-Alpha-Stadium ein. Er beruht auf dem Webframework Ruby on Rails, das die grundlegende Datei- und Verzeichnisstruktur automatisch erzeugt. Weiterhin greifen die Diaspora-Entwickler auf Open-Source-Projekte wie Imagemagick, OpenSSL und MongoDB zurück.
Derzeit geht der Code kaum über die Basisfunktionalität einer Website hinaus, alle wichtigen Features sollen in den kommenden Releases folgen. So ist für die kommende Version Internationalisierung vorgesehen, aber auch die Integration mit Facebook, Twitter und OStatus. Dann sollen Diaspora-Server auch untereinander Daten austauschen können. Erst später sollen beispielsweise private Nachrichten und Photo Tagging folgen. Screenshots des aktuellen Stands sind auf der Diaspora-Site zu finden.
Ausgehend von einem Artikel in der New York Times hatte das damals nur aus einer vagen Andeutung bestehende Projekt im Mai 2010 eine Medienlawine losgetreten, weil es versprach, das seinerzeit wegen Datenschutz-Problemen in der Kritik stehende Facebook abzulösen. Den vier Studenten gelang es vor vier Monaten, beim Fundraising-Portal Kickstarter über 200.000 US-Dollar für ihr Vorhaben zu akquirieren. Das Projektblog hält Interessierte auf dem Laufenden.
[Diese Meldung stammt vom ADMIN-Magazin]



