Q3 2010: Novell verliert Umsatz und Gewinn

Novells Gewinn von 16 Millionen US-Dollar im Q3/2010 fällt sogar im Vergleich zum mühsam aufwärts strebenden Vergleichsquartal 2009 mit seinen 17 Millionen geringer aus. Sowohl Umsatz als auch Gewinn unterbieten noch deutlicher die 20 Millionen Gewinn des ersten und zweiten Quartals 2010 sowie deren über 200 Millionen Dollar Umsatz.

Im dritten Quartal 2010, das am 31. Juli zu Ende ging, hat Novell insgesamt 199 Millionen US-Dollar eingenommen. Das ist weniger als vor einem Jahr, wo der Quartalsumsatz 216 Millionen betrug, und etwas weniger als in den bisherigen 2010er-Quartalen, wo der Umsatz bei 202 und 204 Millionen lag.

Im dritten Quartal entfiel der Löwenanteil des Umsatzes mit rund 152 Millionen Dollar auf “Wartung und Subskriptionen”. Darunter fasst Novell einerseits “Security, Management und Betriebssysteme” zusammen, andererseits “Kollaborationslösungen”. Im erstgenannten Bereich sind offene Plattformen sowie Identitätsmanagement/Security und Systemmanagement zu Hause. Die Einnahmen mit offenen Plattformen (sprich Suse-Produkten) waren hier zusammen mit denen des Systemmanagements (vor allem die Zenworks-Produkte) am höchsten: je rund 40 Millionen Dollar. Der Umsatz mit Suse ist im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um sieben Prozent gesunken, im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 aber um ein knappes Prozent gestiegen. Am meisten verdiente Novell insgesamt mit den Kollaborationslösungen, Open Enterprise Server und Netware-Produkten. Sie spielten allein rund 45 Millionen Dollar ein.

Das Umsatzergebnis entspricht genau der Höhe der kürzlich zurückgeschraubten Umsatzerwartung – nach den letzten Quartalsergebnissen waren noch über 200 Millionen angedacht. Novell-Chef Ron Hovsepian führte schon die Erwartungskorrektur und jetzt auch den tatsächlichen Umsatz- und Gewinnrückgang auf Verunsicherung der Kunden zurück. Im März hatte sich das Unternehmen entschieden, ein Übernahmeangebot auszuschlagen, und im Anschluss daran alle möglichen Optionsprüfungen angekündigt. Für den Verkauf des Unternehmens wollte man offen bleiben.

Für die Zukunft verspricht sich Hovsepian Erfolge mit dem Mitte August eingeführten Produktpaket Workload IQ – eine Art Rundum-Sorglos-Paket über physikalische, virtuelle und wolkige Workload-Cluster hinweg.

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