Klassischerweise schützen sich Admins vor einem Totalausfall durch ein Komplettbackup oder durch einen Cluster. Die erste Methode ist preiswert, aber langsam. Die zweite Methode sorgt in Sekunden für Ersatz, ist aber sehr viel teurer als eine einfache Datensicherung .
Platespin, ein Unternehmen, dass sich Novell vor zwei Jahren einverleibte, will einen Mittelweg aufzeigen, der ein schnelles Recovery bei überschaubaren Kosten verspricht. Bislang gab es das nur für Windows, aber ab Juni soll es die Desaster-Recovery-Appliance “Forge” beziehungweise die zugrundeliegende Software “Protect” auch in einer Linux-Version geben. Auf Novells Hausmesse Brainshare wurden jetzt erste Prototypen vorgestellt.
Forge und Protect verwandeln die zu sichernden Systeme in virtuelle Maschinen, die regelmäßig synchronisiert werden. Die virtuelle Maschine bildet also ein Warm oder Cold Standby. Letzteres spart zuweilen Lizenzkosten. Nach einem Totalausfall des physischen oder ebenfalls virtuellen Vorbilds springt die Sicherung in kürzester Zeit ein. Ist die betroffene Hardware ersetzt, bootet man darauf ein spezielles Mini-Linux, dass die Sicherung automatisch restauriert.
Einmalig unter Mitbewerbern ist, dass Platespin auch physische Maschinen von der virtuellen Sicherung wieder als physische Instanzen herstellt. Ein weiterer Vorteil besteht Verfahrens darin, dass sich das Recovery jederzeit risikolos austesten lässt. Die Standby-Maschinen werden dann in ein separates Netz verschoben und die Software erzeugt einen Snapshot, der nach Ende des Tests den Ausgangszustand wieder herstellt. Unter deisen Bedingungen lassen sie sich jederzeit testweise und parallel zur Produktionsumgebung in Betrieb nehmen.




