Zum Document Freedom Day haben Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und Radio Orange aus Wien Ehrungen der beiden Organisationen Free Software Foundation Europe e.V. (FSFE) und Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII) erhalten .
Weil die genannten Radiosender auch in dem freien Container-Medienformat Ogg Vorbis über das Internet zu empfangen sind, haben die Vereine FFII und FSFE sie anlässlich des Document Freedom Days am 31. März ausgezeichnet. Radio Orange und Deutschlandradio (siehe Galerie) bekamen am Nachmittag des 31. März jeweils an ihrem Unternehmenssitz unter dem pfiffigem Slogan “rOgg on” Urkunde und Torte überreicht.
“Wir fühlen uns durch diesen Preis mehr geehrt als durch einen Grimme-Preis”, gibt der verantwortliche Online-Redakteur von Deutschlandradio, Egbert Meyer, beim Anschneiden der Torte in Berlin zu Protokoll. Matthias Kirschner von der FSFE begründet den Preis mit der Vorreiterrolle des Senders: “Seit 2006 kann jeder die Ogg-Vorbis Live-Streams des Deutschlandradios ohne Probleme mit Freier Software empfangen.” Stephan Uhlmann aus dem Vorstand des FFII schließt sich an: “Der Document-Freedom-Day-Preis 2010 soll [die ausgezeichneten Sender] dafür ehren, dass sie es richtig machen. Mit nicht-patentbehafteten Audio-Formaten ermöglichen sie ihren Hörern eine freiere Auswahl an Abspielgeräten und Software.”
Sein Engagement für freie Standards begründet beispielsweise der FFII damit, dass für patentierte Formate oft erst dann Lizenzgebühren verlangt würden, wenn jeder darauf angewiesen ist. “Erst als MP3 als Audioformat populär war, begannen die Fraunhofer Gesellschaft und Thomson 1998 für das mit über einem Dutzend Patenten belegte Format Lizenzgebühren zu verlangen”, warnt der Verein. Auf der Webseite Dradio.de/wir/ogg bietet Deutschlandradio nicht nur die Ogg-Streams in mehreren Qualitätsstufen für verschiedene Bandbreiten an, sondern schlägt auch passende Abspiel-Software vor – und zwar auch für Linux-Nutzer.
- … aber erst wird geredet. Im Hintergrund von links: Günter Müchler (Programmdirektor Deutschlandradio), Birte Lock (Deutschlandradio), Matthias Kirschner (Deutschlandkoordinator FSFE), Alexander Finkenberger, Lena Simon, Olaf Buddenhagen (Berliner Fellowshipgruppe FSFE). Foto: Bettina Straub, Deutschlandradio.
- Und alle mal Cheese… Von links, stehend: Jürgen Fenn, Olaf Buddenhagen, Dirk Zemisch (FSFE Fellowshipgruppe Berlin), Stephan Uhlmann (Vorstand FFII), HenryBauer (FSFE Fellowshipgruppe Berlin), Chris Weck (Hauptabteilungsleiter Rundfunk- undInformationstechnik beim Deutschlandradio), Egbert Meyer (Verantwortlicher Onlineredakteur), Günter Müchler (Programmdirektor Deutschlandradio), Birte Lock (Deutschlandradio),Matthias Kirschner (Deutschlandkoordinator FSFE), Lena Simon, Alexander Finkenberger (FSFE Fellowshipgruppe Berlin). Von links, hockend: Grischa Weberstädt, Christian Maxen, Alexander Kahl (alle FSFE Fellowshipgruppe Berlin), TorstenGrote (Vorstand FSFE), Dietmar Timm (Leitung Dradio Wissen), Hugo Roy (Praktikant FSFE). Foto: Bettina Straub, Deutschlandradio.
- Die Urkunde nahm Dietmar Timm in Empfang, der den Sender Dradio Wissen leitet.
- Deutschlandradios Freitreppe im Zeichen offener Dokumentenstandards. Von links: Dietmar Timm (Leiter Dradio Wissen), Jürgen Fenn, Alexander Finkenberger, Alexander Kahl, Grischa Weberstädt (alle FSFE Fellowshipgruppe Berlin), Hugo Roy (Praktikant FSFE), Lena Simon, Christian Maxen (beide FSFE Fellowshipgruppe Berlin), Birte Lock (Dradio), Stephan Uhlmann (Vorstand FFII), Matthias Kirschner (Deutschlandkoordinator FSFE), Dirk Zemisch (FSFE Fellowshipgruppe Berlin).
- Mmmm, rOggige Torte… (Alle Fotos ohne anderen Vermerk: Torsten Grote, FSFE)
- Sitz vom Deutschlandradio am Hans-Rosenthal-Platz im Berliner Bezirk Schöneberg.
- Jetzt aber! Deutschlandradio Online schneidet die Torte an. Von links: Birte Lock (Deutschlandradio), Dietmar Timm (Leitung Deutschlandradio Wissen), Egbert Meyer (Verantwortlicher Onlineredakteur). Im Hintergrund: Günter Müchler (Programmdirektor Deutschlandradio).










