Cebit Open Source 2010 - Projektpräsentation BIND

15 Projekte aus dem Open-Source-Bereich bekommen bei der Cebit Gelegenheit sich zu präsentieren, darunter auch der DNS-Server BIN D

Kurz und knackig: Beschreibt das Projekt in zwei Sätzen:

BIND 9 war der Standard DNS-Server im Internet für die vergangenen 10 Jahre. BIND 10 wird der Standard DNS-Server des Internet für die kommenden 10 Jahre.

Seit wann besteht das Projekt?

Das Projekt startete offiziell am 1. April 2009 – kein Scherz. Aber die Vorbereitungen und Planungen laufen schon seit mindestens 3 Jahren. BIND 10 ist Teil des BIND DNS Server Projektes, dessen Wurzeln bis in die Mitte der 1980 Jahre zurückreichen.

Wie viele aktive Mitglieder hat das Projekt?

Es gibt sieben Entwickler im Team, ein Release Manager und einen technischer Redakteur für die Dokumentation, plus einen Projektmanager der auch programmiert, wenn er das Bedürfnis nach “richtiger” Arbeit hat. Es sind über 80 Personen in der Entwickler-Mailingliste angemeldet, aber die meisten sind stille Beobachter.

Wie ist das Projekt entstanden?

Vor ein paar Jahren erkannte Paul Vixie das BIND 9 an Bedeutung in der Internet Gemeinschaft verliert. Die Welt (und das Internet) hat sich geändert, doch BIND 9 hat nicht schrittgehalten – andere DNS Produkte füllen die Lücken welche die alte DNS Software aus dem 20. Jahrhundert offengelassen hat.

Die Idee hinter BIND 10 ist nicht nur die bekannten Probleme von BIND 9 zu lösen, sondern auch ein Grundgerüst zu bieten, in dem Programmierer Lösungen für ihre DNS Probleme erstellen und testen können. Hacker jeder Art sollen die Möglichkeit bekommen zu …nun, zu Hacken.

Warum soll der CeBIT-Besucher an Euren Stand kommen?

Einer der Ziele des Projektes auf der CeBIT ist der Kontakt mit möglichst verschiedenen Arten von Computer- und Internetbenutzern. Wir haben gute Kontakte zu DNS Administratoren in sehr grossen Netzwerken. Jeder der DNS in seinem Netzwerk administriert – vom großen ISP, Firmennetzwerken, Heim-Büro, Netze jeder Grösse – sollt mit uns über DNS sprechen. So können wir sicherstellen das die Software die Erwartungen erfüllt, und wir können den Besuchern einen Ausblick geben was in der Zukunft zu erwarten ist.

BIND 10 unterstützt auch DHCP und den Übergang von IPv4 zu IPv6. Wer DHCP mehr liebt als DNS ist auch herzlich willkommen am Stand.

Für wen macht Ihr Eure Software?

DNS ist für jeden im Internet, und das Internet ist für alle. Die ersten Versionen werden für große Service Provider und ISPs sowie DNS Administratoren sein. Unsere Zielgruppe sind auch Personen die DNS Software schreiben, diese versorgen wir mit gut dokumentierten und qualitativ hochwertigen, einfach zu benutzenden Bibliotheken.

Zu einen späteren Zeitpunk (in ein paar Jahren) werden wir eine Version erstellen die als “drop-in” Ersatz für BIND 9 benutzt werden kann. Wir werden auch mit Betriebssystem-Herstellern sprechen und sicherstellen, das deren Anforderungen erfüllt werden und Pakete erstellen, welche diese Hersteller in die Systeme einbauen und pflegen können.

Als langfristiges Ziel wollen wir die Bibliotheken und Server-Software für embedded Systeme mit geringem Speicher verfügbar machen. Viele Embedded Systeme laufen heute mit DNS Software minderer Qualität, und das beeinträchtigt jeden im Internet – speziell wenn diese Geräte leistungsstärker werden.

Wo sind aktuell die größten Schwierigkeiten?

Derzeit arbeiten wir daran unser Ziel für das erste Jahr zu erreichen – einen authorativen DNS Server. Dies ist komplex in der Organisation, da unsere Entwickler über fünf Zeitzonen weltweit verteilt sind. Eine Menge Koordination per E-Mail ist notwendig, da nicht immer alle Team-Mitglieder per Telefon oder Chat zu erreichen sind.

Wenn das Geld für einen festangestellten Entwickler da wäre, welche Nuss sollte er knacken?

Derzeit benötigen wir Unterstützung für die Arbeit am DHCP.

Unter welcher Lizenz steht die Software?

BSD Lizenz

Internetadresse:https://bind10.isc.org/

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