15 Projekte aus dem Open-Source-Bereich bekommen bei der Cebit Gelegenheit sich zu präsentieren. M23 steuert sein Softwareverteilungssystem bei.
Kurz und knackig: Beschreibt das Projekt in zwei Sätzen:
Das Softwareverteilungssystem m23 installiert Betriebssysteme (Debian-, einige Ubuntu-Versionen und Betriebssytemimages inklusive Partitionierung und Formatierung) sowie Anwendungen auf Rechnern über Netzwerke und wird mittels der m23-Weboberfläche gesteuert. Zahlreiche Funktionen wie die (De-)Installation/Aktualisierung von Software, die Masseninstallation von Clients mit gleicher Softwareausstattung, das Einbinden von vorhandenen Rechnern, das Erstellen von Backups, die integrierte Virtualisierung oder das Erstellen von Administrationsskripten direkt aus der Oberfläche heraus machen m23 zu einem Administrationswerkzeug, das über die “klassische” Softwareverteilung hinausgeht.
Seit wann besteht das Projekt?
Die offizielle Vorstellung der ersten m23-Version in einer Präsentation fand im März 2003 statt. Die Anmeldung von m23 bei Sourceforge war Ende 2002 und die m23-Entwicklung selbst begann circa ein Jahr vorher.
Wie viele aktive Mitglieder hat das Projekt?
M23 wird aktiv von einem Entwickler programmiert, hinzu kommt eine Übersetzerin, die die französischen Texte für m23 erstellt, sowie sporadische Verbesserungsvorschläge und Fehlerkorrekturen von m23-Benutzern.
Wie ist das Projekt entstanden?
M23 entstand durch das Kennenlernen eines proprietären Softwareverteilungssystemes (und dessen Unzulänglichkeiten) in einem Praktikum. Daraus entwickelte sich der Ehrgeiz, etwas besseres auf Basis von freier Software zu erstellen. Dabei hat m23 von Anfang an konsequent auf die Verwendung von existierenden und sehr gut funktionierenden Open-Source-Komponenten wie dem Apache-Webserver, der Datenbank MySQL, der Skriptsprache PHP, dem Betriebsystem Linux, sowie den Paketen von Debian inklusive dem Paketmanagementsystem APT gesetzt. Nachdem die ersten Hürden (das Booten über das Netzwerk) genommen waren, stellte sich heraus, dass die Entwicklung eines Softwareverteilungssystems auf der Basis von freier Software nicht nur möglich, sondern teilweise sogar leichter als für die proprietäre “Konkurrenz” war, da das Rad nicht ständig neu erfunden oder nicht anpassbare Closed-Source-Software gekauft werden mussten. Über die Jahre hinweg hat m23 immer mehr Funktionen hinzugewonnen und enthält nun Features, die über die “klassische” Softwareverteilung hinausgehen und an die zu Beginn niemand gedacht hätte.
Warum soll der Cebit-Besucher an Euren Stand kommen?
Am Stand zeigen wir für jeden etwas: Für den Administrator eine Möglichkeit, wie er sich den Arbeitsalltag erleichtern kann, für den Anwender wie ein mit m23 aufgesetzter Desktop mit freier Software aussieht und für den Systementwickler werfen wir gemeinsam einen Blick in die Interna von m23. Und natürlich stehen wir für Fragen zu m23 und Softwareverteilung zur Verfügung.
Für wen macht Ihr Eure Software?
Für alle, die sich mit der Installation und Administration von vielen Rechnern herumschlagen müssen und sich das Leben etwas leichter machen möchten.
Wo sind aktuell die größten Schwierigkeiten?
Zeit und Geld für die Umsetzung von neuen Funktionen.
Wenn das Geld für einen festangestellten Entwickler da wäre, welche Nuss sollte er knacken?
Es gibt eine Reihe von Benutzerwünschen, die auf einer langen Liste gesammelt werden und der Umsetzung harren. Ein zusätzlicher Entwickler wäre gezwungen, diese abzuarbeiten ;-)
Unter welcher Lizenz steht die Software?
m23 steht unter der GPL. Zudem wird viel OSS (Apache, MySQL, Debian) unter den jeweiligen freien Lizenzen verwendet.
Internetadresse:http://m23.sf.net


