Cebit Open Source 2010 - Projektpräsentation EGEE

15 Projekte aus dem Open-Source-Bereich bekommen bei der Cebit Gelegenheit sich zu präsentieren, so auch Enabling Grids for E-Science, kurz EGEE.

Wir baten die Macher der Software um einen Steckbrief ihres Projekts.

Kurz und knackig: Beschreibt das Projekt in zwei Sätzen:

EGEE hat eine weltweite Infrastruktur von Rechenclustern aufgebaut, auf dessen aktuell rund 150000 CPU-Cores in 260 Rechenzentren täglich über 330000 Programme laufen. Fast alle Systeme laufen unter Scientific Linux, ihr Zusammenspiel wird über die Open Source Middleware gLite koordiniert.

Seit wann besteht das Projekt?

Das EU Projekt Enabling Grids for E-SciencE hat im Mai 2004 seine Arbeit aufgenommen. Es stützt sich auf vielfältige Forschungsarbeiten des European Data Grid Projekts, das auf das Jahr 2002 zurückgeht.

Wie viele aktive Mitglieder hat das Projekt?

In die Entwicklung und den Betrieb der Infrastruktur sowie der dazugehörigen Grid-Middleware wurden in den 2 Jahren der aktuellen Projektphase rund 9000 Mann-Monate investiert. Es existieren weltweit 14000 registrierte Nutzer.

Wie ist das Projekt entstanden?

Die Enabling Grids for E-Science Initiative entstand aus der Erkenntnis, dass für das Prozessieren der riesigen Datenmengen verschiedenster Zweige der Wissenschaft eine verteilte, koordiniert arbeitende und gemeinsam nutzbare Recheninfrastruktur benötigt wird. So entstehen alleine durch die Experimente des Large Hadron Colliders in Genf pro Jahr zwischen 10 und 40 Petabyte an Daten, die durch mehrere tausend Wissenschaftler jederzeit verteilt zugreifbar sein müssen und für deren wiederholte Verarbeitung passende Rechenressourcen vorhanden sein müssen. Durch die Europäische Union wurden signifikante Mittel in den Aufbau und die Pflege der Infrastruktur und Softwareumgebung investiert.

Warum soll der Cebit-Besucher an Euren Stand kommen?

Die EGEE Infrastruktur wird heute von vielen als das “real existierende” Grid angesehen. Ein Besuch an unserem Stand liefert einen Einblick in die Funktionsweise dieses Grids sowie die Applikationen, die sich für eine solche Umgebung eignen.

Für wen macht Ihr Eure Software?

Die Software wird vornehmlich in der Wissenschaft genutzt, steht jedoch unter der Apache Lizenz Interessenten zur freien Verfügung.

Wo sind aktuell die größten Schwierigkeiten?

Es erscheint für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Glite Middleware notwendig, dass sich eine breite User- und Entwickler-Community jenseits der Kernnutzer aus der Wissenschaft herausbildet.

Wenn das Geld für einen festangestellten Entwickler da wäre, welche Nuss sollte er knacken?

Verallgemeinerung der in gLite implementierten Konzepte auf Anforderungen jenseits der etablierten wissenschaftlichen User-Communities.

Unter welcher Lizenz steht die Software?

Apache License, Version 2.0

Internetadresse: http://www.eu-egee.org

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