Auch Microsoft kann moderner Technik nicht widerstehen und hat zum Erstellen einer USB-Version ein nettes Tool zum Download angeboten. Leider ohne die GPLv2 zu beachten.
Auf die mögliche GPL-Verletzung des Microsoft-Werkzeugs WUDT machte die Seite withinwindows.com aufmerksam. Demnach enthält das Windows-7-USB/DVD-Tool — das aus der ESD-Version von Windows 7 ein bootbares USB-Medium oder eine DVD erstellen kann — Code, der nicht von Microsoft stammt und zudem unter der GPL steht.
Nachdem die Meldung bekannt wurde, hat Microsoft die frei verfügbare Software von der Webseite genommen und gemeldet, die Verletzung zu prüfen. Der Community-Manager Peter Galli hat nun auf der von Microsoft gepflegten Open-Source-Site port25 bestätigt, dass es sich um eine GPL-Verletzung handelt:
“After looking at the code in question, we are now able to confirm this was indeed the case, although it was not intentional on our part. While we had contracted with a third party to create the tool, we share responsibility as we did not catch it as part of our code review process. We have furthermore conducted a review of other code provided through the Microsoft Store and this was the only incident of this sort we could find.”
Demnach stammt die Software nicht von Microsoft selbst und Microsoft hat beim Code-Reviewing nicht gut genug aufgepasst. Den Lapsus hat Microsoft gleichzeitig dazu genutzt, weitere Software auf eventuelle GPL-Verletzungen zu untersuchen, dabei habe man keine weiteren GPL-Verletzungen festgestellt.
Um den Forderungen der GPL nachzukommen, muss Microsoft das Tool nun ebenfalls unter die GPL stellen. Den Quellcode des Tools will Microsoft bereits nächste Woche veröffentlichen.



