
Robert Perenz, Produktmanager für Consumer Noteboooks, hatte bis vor Kurzem auch das Netbook-Segment unter seinen Fittichen.
Ab November sollen Acers neue Netbooks der Aspire-One-Serie in den Läden stehen. Der Hersteller setzt auf die Zweifach-Installation mit Android und Windows 7. Linux als alleiniges Betriebssystem ist bis auf Weiteres abgeschrieben .
Standardmäßig sollen Android und Windows für verschiedene Einsatzzwecke auf demselben Gerät zur Verfügung stehen, zumindest bei den höherwertigen Netbooks. Das sagte Robert Perenz am Montag in München, wo Acer die neuen Geräte und die Strategie fürs nächste Jahr einem Pressepublikum vorstellte. Die Android-Netbooks sollen ab November 2009 für ungefähr 350 Euro erhältlich sein, die Ausstattung variiert (siehe Galerie).
Netbooks spielen bei Acer eine erhebliche Rolle: Perenz, Produktmanager für Consumer Notebooks bei Acer, war bis vor Kurzem auch für die Netbook-Sparte bei sich im Haus zuständig. Neu eingeführt wurde nun jedoch ein eigener Produktmanager für die mobilen Kleinrechner, wie er Linux-Magazin Online erklärte. Seiner Beobachtung nach hätten die Konsumenten Linux nicht so richtig akzeptiert. Auf Nachfrage von Linux-Magazin Online bestreitet er jedoch, dass das mit Linux selbst zusammen hänge. Vielmehr sei der Aufpreis für Netbooks mit Windows XP so klein gewesen, dass die Kunden ihn in Kauf nahmen und zum Bekannten griffen.

Robert Perenz, Produktmanager für Consumer Noteboooks, hatte bis vor Kurzem auch das Netbook-Segment unter seinen Fittichen.
In absehbarer Zeit werde Acer nicht zu Linux-Netbooks zurückkehren, sagte Perenz. Man werde nun beobachten, wie das Geschäft mit Android anläuft. Dahinter steht eine Doppelfunktionsstrategie: Android solle dafür sorgen, dass der Benutzer schnell webbasiert Erledigungen machen und kommunizieren kann, erläuterte Perenz. Office-Anwendungen oder Bildbearbeitung seien hier hingegen nicht vertreten. Diese Funktionen erfüllt Windows, zu dem vom Android-Desktop direkt umgeschaltet werden kann. Linux-Magazin Online hat in der gestrigen begleitenden Ausstellung erste Blicke auf das erste Android-Netbook des deutschen Marktes geworfen.

Stefan Engel, Regionaldirektor für das DACH-Gebiet und Geschäftsführer von Acer Deutschland, bezifferte Acers Marktanteil am Umsatz mit Netbooks und Notebooks weltweit auf ungefähr 75 Prozent und in EMEA auf etwa 60 Prozent in den dritten Quartalen der Jahre 2008 und 2009.
Acer gibt sich guter Dinge: Stefan Engel, der Geschäftsführer von Acer Deutschland und Regionaldirektor für DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz), nennt auf der Veranstaltung 15 Prozent Wachstum im Hause für das Mobilsegment im Jahr 2009. Für nächstes Jahr bringt er eine Wachstumsquote von bis zu 30 Prozent ins Spiel. Engel hat zu Google alias Android offensichtlich mehr Vertrauen als zum herkömmlichen Desktop-Linux: Er hält Android für eine mögliche Alternative zu Windows und Mac OS.
- Das Acer Aspire One D250 ist das erste Netbook, das Android an Bord hat.
- Die Netbooks bei Acer sollen in Zukunft standardmäßig im Dual-Boot mit Android und Windows auf den Markt kommen.
- Das Aspire One D250 zeigt auf der linken Seite Ethernet, USB und Mic In/Out …
- … und auf der rechten Seite, wo auch das grasgrüne Androidchen hockt, nochmal 2 USB-Ports sowie einen Mehrfach-Kartenleser.
- Im Windows-Startmenü und auf dem Windows-Desktop gibt es eine Verknüpfung zu einem eigenen Android-Konfigurationsdialog.
- Hier legt der Benutzer fest, welches System zuerst booten soll, und gibt zum beispiel Informationen zum Google-Account ein.
- Ist Android gebootet, wechselt der Benutzer komfortabel zu Windows. Dafür gibt es eine eigene grafische Mouse-Over-Applikation, die einen Klick-Dialog aufruft. In der umgekehrten Richtung auf dem Windows-Desktop gibt es das nicht.
- Das Android auf dem Aspire One D250 hat einen Firefox dabei. Allerdings wurde das Icon anscheinend optisch Windowsbenutzer-freundlich angepasst: hier im Vergleich das Firefox-Icon vom Android-Desktop und das IE-Icon vom Windows-Desktop.
- Die verfügbaren Applikationen lassen sich wie beim Mobiltelefon herausziehen – nicht per Berührung, aber mit der Maus.
- Das sind die Einstellungen, die Android zulässt.
- Bei der Einrichtung des E-Mail-Kontos geht das Android des Netbooks dem Benutzer freundlich zur Hand. Allerdings gibt es keine Zurück-Buttons: Nur wer weiß, dass er die Escape-Taste benutzen muss, findet aus den Android-Apps wieder hinaus.
- Das Acer Aspire One gibt es in fünf Farben: Blau, rosa, rot, weiß und schwarz.
- Der Prozessor ist entweder ein Atom N270 oder N280, der Akku entweder mit 3 oder mit 6 Zellen bestückt.
- Die festplatte ist wahlweise mit 160 oder 250 GByte zu haben. Der einzige RAM-Slot verträgt zwischen 512 MByte und 2 GByte.
- Das spiegelnde 10,1-Zoll-Display gibt 1024 mal 600 Bildpunkte wieder.
- An Funkstandards sollen in verschiedenen Modellen WLAN 802.11b/g mit oder ohne Draft N, UMTS/HSPA usw. erhältlich sein.


















