Lobbygruppe für Open Source im Weißen Haus gegründet

Die neue amerikanische Interessengruppe “Open Source for America” soll erklärtermaßen freie Software zum Thema der amerikanischen Regierung machen .

Zu der Allianz taten sich am 22. Juli rund 60 Unternehmen, Einzelpersonen und Forschungseinrichtungen zusammen. Der Gründungszweck ist allgemein gehalten, allerdings klar auf die amerikanische Regierung ausgerichtet. So will die Gruppe die herrschende Praxis und das Regelwerk im Weißen Haus dahingehend beeinflussen, dass es Open-Source-Software einerseits fördert, andererseits selbst anwendet. Sie bietet sich als Schnittstelle zwischen den Communities und der Verwaltung an, damit der technische Informationsfluss zu Stande kommt und beide Gruppen zusammenarbeiten. Schließlich möchte sie die Regierenden für freie Software sensibilisieren.

Als Argument dient das bekannte “Besser & Billiger”: Die IT an der Staatsspitze könne mit Open Source stabiler, sicherer, günstiger, beweglicher und unabhängiger werden, heißt es in der Gründungsmitteilung. Der Sprecher der frisch gekürten Allianz bringt es hier so auf den Punkt: “Open-Source-Software ist kein Allheilmittel. Aber es kann Milliarden Dollar sparen, Innovationen erleichtern und der Regierung zu tüchtigerer Arbeit verhelfen.”
Zu den unterzeichnenden Gründungsmitgliedern gehört zum Beispiel Canonical im Doppelpack mit seinem Ubuntu-Communitymanager Jono Bacon als Einzelperson. Auch Google, Novell und Red Hat sind natürlich mit von der ambitionierten Partie. An Organisationen finden sich unter anderem Debian, Mozilla, die Gnome Foundation, die Linux Foundation und die Electronic Frontier Foundation sowie das North Carolina State University Center for Open Software Engineering und das Software Freedom Law Center. Im Beirat sitzen unter anderem Tim O’Reilly, Mark Shuttleworth und Jim Zemlin.

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