Satter Gewinnanstieg für IBM im zweiten Quartal

Obwohl IBM mit 23,3 Milliarden US-Dollar insgesamt 13 Prozent weniger Umsatz machte, liegt der Quartalsgewinn mit 3,1 Milliarden US-Dollar um 12 Prozent über dem von 2008 .

Der Software-Bereich fuhr 24 Prozent mehr Gewinn ein als im Frühling 2008, der Umsatz sank mit 5,2 Milliarden US-Dollar um sieben Prozent. Die Software-Sparte Betriebssysteme brachte 11 Prozent weniger ein, ihr Anteil am Umsatz liegt bei rund 500 Millionen Dollar. Die Sparte Middleware mit Websphere, Tivoli, Rational und Lotus setzte mit rund 3 Milliarden Dollar knapp soviel um wie vor einem Jahr. An einzelnen Produkten konnte allein Websphere den Umsatz um acht Prozent erhöhen. Der Bereich Services brachte ebenfalls 23 Prozent Gewinn, erfuhr aber keine Umsatzsteigerung, sondern nahm in allen Sparten zwischen zehn und 20 Prozent weniger ein.

“Systems and Technology” schrumpfte um 25 Prozent Umsatz auf knapp 4 Milliarden Dollar. Am wenigsten Umsatzeinbußen erlitten mit 13 Prozent die zu “Power System” zusammengelegten Systeme P und I, welche IBM als Unix- und Linux-nahe Leistungsserver positioniert: Die so genannten Integrationssysteme I laufen mit Power-Prozessoren und dem hauseigenen Betriebssystem IBM i und DB2 und unterstützen, wie die Power-PC-Serie P, darüber hinaus Unix (AIX) und Linux. Die x86-Server der Systeme X mit Linux oder Windows sowie die Großrechner-Systeme Z mit dem IBM-Großrechner-Betriebssystem z/OS, Linux oder anderen Unixen fuhren je mehr als 20 Prozent weniger ein.

Am wenigsten sank der Umsatz noch mit minus sieben Prozent im asiatischen Raum, dicht gefolgt von den USA (minus neun Prozent) und den Schwellenländern (minus elf Prozent), die vor knapp einem Jahr noch für kräftiges Wachstum gesorgt hatten. Aus der EMEA-Region konnte IBM jedoch nur 80 Prozent so viel Geld wie im Frühling 2008 herausholen.

Das Unternehmen fühlt sich nach Aussage seines Vorsitzenden und CEO Samuel Palmisano für die Zeit nach der Krise bestens gewappnet. Das letzte Gewinnziel für das Jahr 2009 pro Aktie von 9 Dollar 20 schraubt es mutig um 50 Cent hoch, für 2010 soll es bei den bereits anvisierten zehn bis elf Dollar bleiben. Allein mit der Software-Sparte, die dem Unternehmen seit rund zwei Jahren positive Wachstumszahlen vorlegt, will IBM bis zum Abschluss des Geschäftsjahres 2009 acht Milliarden Dollar Gewinn gemacht haben. Stategisch setzt es wie im ersten Quartal auf das zur Cebit 2009 erstmals vorgestellte Smarter-Planet-Projekt, ein jüngerer Coup in Sachen Geschäftsdatenverarbeitung war System S (wir berichteten).

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