Pidgin und Kopete überwinden Yahoos IM-Sperre

Vor gut einer Woche führte Yahoo eine kleine Änderung am Anmeldeprotokoll seines Messaging-Services durch und sperrte praktisch sämtliche Linux-Clients aus.

Um seine Nutzer besser vor Phishing-Angriffen zu schützen, änderte Yahoo Mitte Juni das Anmeldeprozedere. Das neue Login-Verfahren setzt aber auf der Client-Seite eine bestimmte Versionsnummer voraus, wird diese nicht übermittelt, verweigert der Yahoo-Server die Verbindung. Dies bekamen die Nutzer der IM-Programme Pidgin und Kopete letzte Woche zu spüren.

Am schnellsten reagierten die Pidgin-Entwickler auf die Umstellung. Über die Debug-Ausgaben des proprietären Yahoo-Messengers von Xandros, der als einziger Linux-Client noch mit Yahoo funktionierte, bemerkten sie die Protokolländerung und wichen auf ältere Server aus. Die Zahl der Server, die noch das alte Verfahren unterstützen nimmt aber jeden Tag ab. Deshalb gibt es jetzt mit Version 2.5.7 einen Fix, der die neue Authentifizierungsmethode unterstützt. Pidgin-Nutzer, die den Instant-Messaging-Dienst von Yahoo nutzen, sollten deshalb auf diese Version wechseln und den Server scsa.msg.yahoo.com als Standardserver nutzen.

Seit Donnerstag befinden sich die von Pidgin vorgenommenen Änderungen auch im Subversion-Repository des KDE-Programms Kopete, wie Matt Rogers in seinem Blog berichtet. Matt hofft, dass es die Änderung ausnahmsweise noch in KDE 4.3 schafft, welches im Juli erscheint.

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