Wörterbücher auf dem E-Book-Reader

“Wenn ich mich an so einen E-Book-Reader gewöhnen sollte, dann müsste der schon Zusatz-Features haben – ein eingebautes Wörterbuch oder so”. So sprach eine belesene Freundin vor wenigen Tagen auf der ersten Grillparty der Saison. Da war doch was? Heute im Büro sah ich auf meinem mit Openinkpot ausgestatteten Lesegerät nach: Tatsächlich, die Lesesoftware Coolreader 3 bietet einen Menüpunkt namens “Dictionary”.

Nach kurzem Nachschlagen im Openinkpot-Wiki wusste ich, dass dem freien Programm noch Wörterbuchdateien fehlen. Glücklicherweise sind die fast bei jeder Linux-Distribution für den Desktop dabei. Coolreader 3 braucht je ein Wörterbuch im Dict-Format (oder komprimiert als *.dz) und die passende Index-Datei. Sie finden ihren Platz im Verzeichnis “dict” auf der SD-Speicherkarte.

Das Open-Source-Programm Coolreader 3 benötigt Wörterbücher im Dict-Format und die dazu passenden Index-Dateien.

Das Open-Source-Programm Coolreader 3 benötigt Wörterbücher im Dict-Format und die dazu passenden Index-Dateien.

Wer nun auf einer Buchseite den Punkt “Dictionary” aufruft, bekommt eine etwas ungewöhnliche Benutzeroberfläche zu sehen: Ähnlich wie beim Handy gibt man den Anfang des gewünschten Worts mit den Nummerntasten ein. Das Programm hebt nach jeder eingegebenen Zahl die möglichen Treffer auf der Seite hervor.

Die Handy-ähnliche Eingabe des Suchbegriffs ist gewöhnungsbedürftig.

Die Handy-ähnliche Eingabe des Suchbegriffs ist gewöhnungsbedürftig.

Nach einem Druck auf die “OK”-Taste zeigt das Wörterbuch die gefundenen Einträge. Die sehen allerdings derzeit noch etwas unschön aus, es fehlt eine Schriftart für das phonetische Alphabet.

Oh nein! Hier fehlt wohl eine Schriftart für die phonetischen Zeichen.

Oh nein! Hier fehlt wohl eine Schriftart für die phonetischen Zeichen.

Glücklicherweise bietet die Organisation SIL eine Open-Source-Schriftart für diesen Zweck an. Da liegt es nahe, sie in Openinkpot zu integrieren. Das Ticket ist bereits angelegt und zugewiesen. Oh, und da sehe ich eine weitere schöne Idee: Ein Offline-Ausgabe der Wikipedia ließe sich auch in die E-Book-Distribution einbinden!

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