DeepL wechselt zu AWS

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Der Kölner Übersetzungsdienst DeepL benutzt zukünftig auch die Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services.

Dieser Schritt von DeepL, das lange als Vorzeigeunternehmen galt, das bewies, dass international konkurrenzfähige KI auch ohne amerikanische Server möglich ist, hat vor allem Konsequenzen für den Datenschutz. Denn sobald die Daten nicht länger nur auf eigenen Servern liegen, geraten sie in den Einflussbereich des amerikanischen Cloud Act, der der US-Regierung Zugriff darauf gewähren kann.

Den Kunden bleibt nur sehr wenig Zeit, um zu reagieren. Zwar kann man dem Wechsel zu AWS widersprechen, das kommt allerdings einer Kündigung des Abo-Vertrags mit DeepL gleich. Das Abo endet dann zum Ende der Vertragslaufzeit, spätestens aber zum Jahresende.

DeepL argumentiert, der Wechsel zu AWS verbessere die Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und technische Infrastruktur seiner Dienste und ermögliche ihm, Daten in internationalem Maßstab zu verarbeiten. Eine europäische Alternative zu AWS sah das Unternehmen offenbar nicht.

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