Der deutsche KI-Hoffnungsträger Aleph Alpha fusioniert mit dem kanadischen KI-Startup Cohere. Zuvor war der Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis aus dem Unternehmen ausgeschieden und die Geschäftsleitung neu besetzt worden.
Sowohl Aleph Alpha als auch Cohere verstehen sich als Alternative zu amerikanischen KI-Anbietern und verfolgen das strategische Ziel einer größeren Unabhängigkeit und Souveränität. Das würdigte auch Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) auf einer Pressekonferenz zur Fusion. Er kündigte außerdem an, die Bundesregierung wolle Produkte der neuen Firma im großen Stil in der deutschen Verwaltung einsetzen.
Wie verlautbart sollen Aktionäre von Cohere etwa 90 Prozent der Aktien der neuen Firma erhalten, Aktionäre von Aleph Alpha zehn Prozent. Das dürfte das Verhältnis der Umsätze beider Partner widerspiegeln. Die Schwarz Gruppe, mit Lidl und Kaufland einer der weltweit größten Handelskonzerne, die bisher einer der größten Investoren bei Aleph Alpha war und auch einen Führungsposten im dortigen Management besetzte, investiert auch in das neue Unternehmen weitere 500 Millionen Euro. Damit will man sich selbst als Technologieanbieter etablieren und das eigene Cloud-Geschäft und Milliardeninvestitionen in ein großes KI-Rechenzentrum stärken.




