SUSECON 26: Studie zu Unternehmen und digitaler Souveränität

Suse hat bei der noch bis Donnerstag laufenden Hausveranstaltung SUSECON in Prag Ergebnisse einer internationalen Befragung zur digitalen Souveränität veröffentlicht.

Suse hat bei der noch bis Donnerstag laufenden Hausveranstaltung SUSECON in Prag Ergebnisse einer internationalen Befragung zur digitalen Souveränität veröffentlicht. Der Bericht „Navigating Digital Resilience“ untersucht, wie Unternehmen digitale Resilienz im Zeitalter der KI neu definieren.

Grundlage bilden Angaben von 309 IT-Führungskräften aus mehreren Ländern. Laut den Erkenntnissen aus der Studie messen 98 Prozent der Unternehmen digitaler Souveränität eine hohe Bedeutung bei, jedoch setzen nur 52 Prozent konkrete Maßnahmen um. Suse bewertet diese Differenz als Hinweis auf eine wachsende Lücke zwischen strategischem Anspruch und tatsächlicher Umsetzung. In einigen Ländern investieren Unternehmen häufiger aktiv, während andere Märkte zurückhaltender agieren.

Die Auswertung zeigt zudem, dass externe Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Ein Teil der Unternehmen handelt erst, wenn Kundenanforderungen oder gesetzliche Vorgaben dies erforderlich machen. Gleichzeitig gewinnt das Thema bei der Auswahl von Anbietern an Bedeutung, da viele Unternehmen Kriterien zur digitalen Souveränität in Ausschreibungen einbeziehen: Bei der Anbieterauswahl haben 45 Prozent Souveränität in ihre jüngsten Ausschreibungen aufgenommen, und 42 Prozent haben ihre Anbieter letztendlich danach ausgewählt.

Suse hebt hervor, dass Künstliche Intelligenz sowohl als Treiber für Innovation als auch als Quelle neuer Risiken wirkt. Viele Befragte erwarten, dass Transparenz bei der Entwicklung und beim Training von Modellen entscheidend für die Stabilität von IT-Systemen wird. Trotz steigender Budgets für Künstliche Intelligenz gewichten Unternehmen Investitionen in diesem Bereich häufig höher als Maßnahmen zur Absicherung von Daten und Infrastruktur.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Unternehmen ihre Strategien zur digitalen Resilienz zunehmend an Kontrolle ausrichten. Neben Sicherheitsmaßnahmen und Bedrohungserkennung setzen viele auf den Einsatz mehrerer Cloud-Umgebungen, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Gleichzeitig bleiben große Cloud-Anbieter für einen Großteil der Unternehmen relevant, was nach Einschätzung von Suse zu einem Spannungsfeld zwischen Skalierbarkeit und Kontrolle führen kann.

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