Anthropic hat sein Modell Claude Sonnet auf die Version 4.6 upgedatet. Das ist nun für alle Nutzer der Free- und Pro-Abos das Standardmosell in Claude.ai und Cowork. Es bringt verbesserte Fähigkeiten in den Bereichen Programmierung, Computernutzung, langfristiges Denken, Agentenplanung, Wissensarbeit und Design mit.
Laut Anthropic würden Anwender das neue Sonnet-Model oft sogar dem im letzten November vorgestellten Flaggschiff Opud 4.5 vorziehen. Besonders verbessert wurden die Fähigkeiten des Modells bei der Bedienung von Computern. So kann es nun auch mit speziellen Anwendungen ähnlich wie ein Mensch umgehen, ohne dafür speziell programmierte Konnektoren zu brauchen. Entsprechend hat sich Sonnet 4.6 in den letzten Monaten im Benchmark OSWorld, der die Leistung beim Bedienen von Software misst, beständig verbessert (von 61,4 Prozent bei Sonnet 4.5 auf jetzt 72,5 Prozent), auch wenn sie noch hinter der erfahrener menschlicher Anwender zurücksteht. Gleichzeitig wurde die Widerstandskraft des neuen Modells gegen Prompt-Injection-Attacken signifikant erhöht.
Auch in anderen Disziplinen wie der agentischen Programmierung (SWE Bench verified), der agentischen Werkzeugnutzung (t2-bench), dem disziplinübergreifenden Schlussfolgern (Humanity’s Last Exam) oder der agentischen Suche (BrowseComp) liegt die neue Version jetzt vor den Konkurrenten Gemini 3 von Google und ChatGPT-5.2 von OpenAI.
Sonnet 4.6 verfügt nun über ein Kontextfester von einer Million Token, genug um ganze Code-Basen, lange Verträge oder mehrere Forschungs-Paper in einer einzigen Anfrage zu berücksichtigen. Das erleichtert zudem auch langfristige Planungen. Ein Beweis dafür ist das überlegene Abschneiden im Benchmark Vending-Bench Arena, bei dem zwei Modelle ein simuliertes Geschäft gewinnbringend weiterentwickeln sollen. Das Vorgängermodell erreichte nach 350 Tagen einen Kontostand von 2000 Dollar, während das neue Modell bei einem Ergebnis von 5600 Dollar landete.
Die Preise bleiben gegenüber dem Vorgängermodell gleich.





