Elon Musk nimmt erstes Gigawatt-Rechenzentrum in Betrieb

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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In Memphis (Tennessee) geht mit Colossus 2 das erste Gigawatt-Rechenzentrum der Welt in Betrieb. Es dient vor allem dem Training von xAIs Sprachmodell Grok.

Das Rechenzentrum von Elon Musks Firma xAI verbraucht damit mehr Strom als die Stadt San Francisco zu Spitzenzeiten. Bis April soll es auf 1,4 Gigawatt ausgebaut werden. Konkurrenten planen Rechenzentren in dieser Größenordnung erst für das kommende Jahr.

Ob xAI allerdings seine Ziele so schnell erreicht, ist auch noch nicht geklärt. Um den Strombedarf zu decken, setzt es nämlich Gasturbinen ein. Die waren bisher als Nicht-Straßenmotoren deklariert, was sie von einer Zustimmungspflicht der Umweltbehörde ausnehmen sollte. Nun stellte die Umweltbehörde allerdings klar, dass die Turbinen dennoch gemäß dem Clean Air Act genehmigungspflichtig sind. Die Umweltverschmutzung durch die Turbinen ist ein großer Streitpunkt in der Region.

In Colossus 2 werden über 200 000 Nvidia-KI-Beschleuniger, vor allem der Typen GB200 und GB300, verbaut. Innerhalb von fünf Jahren soll er eine Rechenleistung von 200 Exa-FLOPs erreichen, das ist 20-mal mehr als der derzeit schnellste Supercomputer der Welt. Musk investierte dafür mehrere zehn Milliarden Dollar. Er verschafft sich so gegenüber Konkurrenten wie OpenAI und Meta einen Zeitvorteil beim Training der nächsten Version seines LLM.

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