OpenAI und diverse Sparten des südkoreanischen Mischkonzerns Samsung haben eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) abgegeben, der zufolge Samsung OpenAI bei seiner Stargate-Initiative zum Rechenzentrumsausbau unterstützen will.
Allein die Nachfrage nach DDR5-RAM schätzt OpenAI auf 900 000 DRAM-Wafer pro Monat, das entspräche geschätzten 40 Prozent der Weltproduktion dieser Speicherbausteine. In der Folge dieser aggressiven Einkaufspolitik verteuern sich bereits seit einiger Zeit die DRAM-Preise enorm, weil so große Teile der Produktion dem Handel mit Endverbrauchern und anderen Unternehmen entzogen werden.
Zudem gibt es Berichte wonach OpenAI-Mitarbeiter zusätzlich dazu angehalten worden sein sollen, in lokalen Elektronikgeschäften noch verfügbaren RAM restlos aufzukaufen. Solche Maßnahmen sollen wahrscheinlich nicht nur den eigenen Bedarf decken, sondern auch die Konkurrenz blockieren. Diese Strategie ist jedoch auch für OpenAI sehr riskant. Denn wenn die KI-Blase platzen sollte, säße der Konzern auf Bergen von Hardware, die komplett aus Milliardenkrediten finanziert wurden.
Normalerweise gibt es im Markt Reserven, die eine plötzlich erhöhte Nachfrage abpuffern können. Das ist diesmal nicht der Fall, teils wegen des von Trump verursachten Zoll-Chaos, teils wegen im Sommer gefallener DRAM-Preise. Auch hat die Furcht vor US-Vergeltungsmaßnahmen dazu geführt, dass bei Samsung ausgemusterte Produktionstechnik nicht mehr wie früher an chinesische OEM-Hersteller verkauft wurde, die damit ein zusätzliches Angebot schaffen könnten.




