In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbandes gaben 65 Prozent von 1000 Befragten an, regelmäßig generative KI zu benutzen.
Hauptsächlich handelt es sich dabei um ChatGPT (85 Prozent), aber auch dessen Konkurrenten holen auf und kommen im Fall von Gemini auf 33 Prozent beziehungsweise 26 Prozent bei Microsofts Co-Pilot. Den Übersetzungsservice DeepL nutzen 20 Prozent.
Am häufigsten kam KI bei der Recherche zum Einsatz (72 Prozent), aber 43 Prozent ließen sich auch Texte schreiben oder verbessern und 38 Prozent holten sich Anregungen für die Ideenfindung. Dabei wird die KI meistens nüchtern als reines Werkzeug betrachtet (80 Prozent), 27 Prozent sahen in ihr allerdings einen klugen Coach. Nur 6 Prozent betrachteten die KI als persönlichen Freund. Wie einen Lebenspartner oder mit romantischen Gefühlen sah niemand die KI an.
Auf der anderen Seite brachte die Umfrage aber auch verbreitete Unsicherheiten ans Licht: Nur 53 Prozent haben sehr großes oder eher großes Vertrauen in die Antworten der KI, bei 41 Prozent ist das Vertrauen eher gering. Die Hälfte der Befragten machte sich darüber hinaus große Sorgen, dass ihre Eingaben in die KI-Tools gehackt, missbraucht oder ohne ihr Einverständnis veröffentlicht werden könnten. Ebenfalls jeder Zweite ist auch schon einem Deepfake in Form eines manipulierten Videos begegnet, dass reale Personen zeigte. Noch mehr (51 Prozent) haben von der KI generierte Inhalte schon einmal für echt gehalten.
Auch der Einfluss auf Medienwelt und Demokratie wird kritisch gesehen. Dass die KI die Verbreitung von Fehlinformationen beschleunigt glauben 83 Prozent, dass sie die politische Meinungsbildung beeinflusst 73 Prozent und immerhin fast die Hälfte (49 Prozent) meinen, sie sei eine Gefahr für die Demokratie.




