In der UEFI-Firmware zahlreicher Gigabyte-Mainboards wurden gravierende Schwachstellen entdeckt, durch die Angreifer Systemrechte ausweiten und beliebigen Code im hoch privilegierten System Management Mode (SMM) ausführen können. Gigabyte hat bereits BIOS-Updates für viele Modelle veröffentlicht.
Das CERT warnt vor diesen Lücken, die es ermöglichen, Schutzmechanismen wie Secure Boot oder Speicherisolierung zu umgehen. Eingeschleuster Code kann sogar Betriebssystem-Neuinstallationen überdauern.
Laut CERT sind die Schwachstellen auf unzureichende Prüfungen von Kommunikationspuffern und Funktionszeigern zurückzuführen. So kann etwa das RBX-Register von Angreifern manipuliert werden, um beliebige Inhalte in den geschützten SMRAM zu schreiben. Insgesamt wurden vier Lücken mit hohem Risiko (CVSS 8.2) gemeldet:
-CVE-2025-7029 / EUVD-2025-21142: Ungeprüfter Zugriff über RBX auf SMRAM
-CVE-2025-7028 / EUVD-2025-21138: Unsichere Funktionszeiger erlauben kritische Flash-Operationen
-CVE-2025-7027 / EUVD-2025-21141: Schreibzugriff durch manipulierte NVRAM-Variable
-CVE-2025-7026 / EUVD-2025-21137: SMRAM-Zugriff durch RBX-Pointer in CommandRcx0
