Eine kürzlich bekannt gewordene Sicherheitslücke in OpenSSH, genannt “RegreSSHion” (CVE-2024-6387), ermöglicht Angreifern Brute-Force-Angriffe, die in einer Root-Shell enden können. Basierend auf dieser Lücke fand ein IT-Forscher eine weitere Schwachstelle im Code der Software, insbesondere in Red Hat Enterprise Linux.
Die neue Schwachstelle beruht auf einer Race Condition, die in einem Signal-Handler von OpenSSH auftritt, wenn sich ein Client nicht innerhalb der “LoginGraceTime” authentifiziert (standardmäßig 120 Sekunden, in älteren Versionen 600 Sekunden). In diesem Fall wird der SIGALRM-Handler des sshd asynchron aufgerufen, der Funktionen wie syslog()
aufruft, die nicht async-signal-safe sind. Dies führt zu einer Signal-Handler-Race-Condition in der cleanup_exit()-Funktion. Diese Schwachstelle tritt im unprivilegierten Child-Prozess des sshd-Servers auf, ähnlich wie bei CVE-2024-6387. Im schlimmsten Fall können Angreifer Code im Kontext des OpenSSH-Servers mit niedrigen Rechten ausführen (CVE-2024-6409, CVSS 7.0, Risiko “hoch”).
Diese Schwachstelle betrifft ausschließlich den sshd-Server, der mit Red Hat Enterprise Linux 9 ausgeliefert wird.
