Cebit-Vorschau: Garmin Nüvi 865Tpro, Zumo 660 und Nümaps Lifetime

Der Zumo 660 Europa unterwegs in München.

Bei der Cebit-Vorschau in München hat der Navigationsspezialist Garmin seine neuen Geräte gezeigt und mit Nümaps einen Dienst zum Lifetime-Kartenupdate.

Garmin zählt zu den Herstellern, die zwar Linux in den meisten Geräten einsetzen, für den Kontakt mit dem PC aber Windows und seit neuestem auch Mac OS X voraussetzen. Je nach Einsatz der stand-alone betreibbaren Navigationsgeräte müssen Linux-Benutzer unter Umständen auf Wine als Vermittler zurückgreifen. Pläne für ein Linux-Angebot existieren derzeit nicht, war bei der Preview-Veranstaltung zu hören.

Nach Hannover schickt Garmin den Zumo 660 Europa. Das für Motorradfahrer konzipierte Gerät kommt mit 4,3-Zoll-Touchscreen im Widescreen-Format. Das Gerät ist wasserdicht, hat 40 Karten West- und Osteuropas vorinstalliert und laut Hersteller auch 1,5 Millionen Points of Interest (POI).

Der Zumo 660 Europa unterwegs in München.

Der Zumo 660 Europa unterwegs in München.

Im neuen Zumo finden sich Fahrspurassistent, fotorealistische Kreuzungsansicht und – sofern für die jeweilige Stadt vorhanden – 3D-Gebäude. Neu ist auch eine Kartenvorschau für die schnellste und kürzeste Route sowie die Luftlinie zum Ziel. In der Navigationshilfe können zudem geocodierte Bilder hinterlegt werden. Für die Routenberechnung zu den damit gespeicherten Zielen reicht dann das Antippen des jeweiligen Fotos. Im Web hält der Hersteller diverse derart codierte Fotos bereit.

Technisch gesehen verfügt der 660 über Stereo-Bluetooth-Technologie (A2DP) was für die Übertragung der Anweisungen in den – entsprechend vorbereiteten – Helm wichtig ist. Kabelgebunden funktioniert die Übertragung auch. Das Gerät kommt noch im ersten Quartal 2009 auf den Markt und soll 650 Euro kosten.

Nüvi 865Tpro mit Fahrspurassistent.

Nüvi 865Tpro mit Fahrspurassistent.

Für den Autofahrer ist der Nüvi 865Tpro als Neuerung vorgesehen. In der High-End-Riege des Herstellers sind Fahrspurassistent, fotorealistische Ansichten von Kreuzungen und Gebäuden sowie die Stauumfahrungsfunktion TMC-Pro enthalten. Die Sprachsteuerung des Geräts war im Stimmengewirr bei der Vorstellung in München nur mit sehr lauten Anweisungen in Gang zu bringen. Der 865Tpro nimmt darüber aber die im Gerät angezeigten Menübefehle per Sprache entgegen. Auch der integrierte Musikplayer lässt sich per Zuruf starten. Damit Gespräche im Auto nicht zu unerwünschten Befehlen führen, muss die Sprachsteuerung über einen Knopf aktiviert werden, der am Lenkrad befestigt wird. Wie beim Zumo sind geocodierte Bilder als Fahrziele hinterlegbar. Weitere Details: FM-Transmitter für die Ausgabe der Navigationsanweiungen, MP3s oder Hörbücher über das Autoradio. Erhältlich ist das Gerät im ersten Quartal zum empfohlenen Preis von 450 Euro.

Nüvi 865Tpro für gehobene Ansprüche.

Nüvi 865Tpro für gehobene Ansprüche.

Mit Nümaps reagiert Garmin wohl auf den Preisverfall der Navigationsgeräte, zumindest im unteren Segment. Für den ein oder anderen Benutzer war es bislang durchaus eine Überlegung wert, statt dem jährlich angebotenen Kartenupdate für rund 90 Euro gleich ein neues Gerät zu kaufen – und dies womöglich von der Konkurrenz. Mit dem Lifetime-Service können Benutzer nun für einmalig 120 Euro quartalsweise Updates für die Lebensdauer des Geräts ordern. Den – online buchbaren – Service soll es ab März geben. Er umfasst die Navteq-Karten City Navigator Europe NT (120 Euro), City Navigator North America NT (100 Euro) und City Navigator Transatalantic NT (140 Euro). Wer nur ein Einzelupdate möchte, kann dies für 80 Euro via Nümaps-Service erwerben.

Update 2: Irrtümlich war die Rede davon, dass es Lifetime-Updates nur für die Serien: 2×5 und 7×5 gäbe. Garmin hat dies nochmals richtig gestellt. Lifetime-Updates gibt es für alle Geräte.

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