Groups: Google stellt Usenet-Support ein

Das Usenet wird laut Google von File-Sharing und Spam dominiert. Nach mehr als 20 Jahren ist deshalb Schluss in Google Groups.

In einem Support-Eintrag hat Google angekündigt, das klassische Usenet in seinem Newsgroup- und Mailinglisten-Dienst Google Groups nicht mehr zu unterstützen. Umgesetzt werden soll dies ab 22. Februar 2024. Nutzer können ab dann keine Inhalte mehr in Usenet-Gruppen posten, die Gruppen nicht mehr abonnieren und keine neuen Inhalte einsehen. Das Usenet-Archiv will das Unternehmen allerdings in Google Groups erhalten, so dass zumindest bisherige Inhalte weiter eingesehen werden können sollen.

Das Usenet war in der Frühzeit des Internets und vor allem vor der massenhaften Verbreitung von Webseiten mit Hunderten Millionen von Nutzern eine beliebte und vor allem wohl die wichtigste Technik zum Austausch untereinander. Vermeintlicher Vorteil ist die textbasierte und zentralisierte Ansicht vieler verschiedener Diskussionen in einem Newsreader. In den meisten Fällen wurde dafür das klassische NNTP genutzt. Der Dienst erfreut sich zumindest in einigen Nischen des Internets weiter gewisser Beliebtheit.

Google kam durch eine frühe Übernahme zu seinem Usenet-Archiv und zu dessen technischen Support. So begann bereits im Jahr 1995 der Dienst Deja News (Deja.com) damit, nicht nur ein Archiv für bisherige Usenet-Diskussionen zu erstellen, sondern dieses auch leicht im Web zugänglich und durchsuchbar zu machen. Im Jahr 2001 übernahm Google schließlich Deja.com samt Archiv und stellte dies über Google Groups bereit. Kurz darauf erfolgte eine Integration in die eigene Suche sowie eine deutliche Erweiterung des Archivs bis zurück ins Jahr 1981.

Technisch umgesetzt wird das Usenet-Ende in Google Groups durch das Abschalten der NNTP-Server sowie dem damit verbundenen Peering. Begründet wird die Entscheidung zum Usenet-Ende in dem Google-Dienst so: “In den letzten Jahren ist die legitime Aktivität in textbasierten Usenet-Gruppen deutlich zurückgegangen, da die Nutzer zu moderneren Technologien und Formaten wie sozialen Medien und webbasierten Foren übergegangen sind. Ein Großteil des Inhalts, der heute über das Usenet verbreitet wird, ist binäres (nicht textbasierte) File-Sharing, was von Google Groups nicht unterstützt wird, sowie Spam.”

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m w
2 Jahre her

Schon klar, daß Google den Mehrwert von netnews nicht einsehen mag, denn dort ist es werbefrei. Netnews haben einen gewaltigen Vorteil für menschen, die viele verschiedene Quellen im Blick haben müssen, z. B. Softwareentwickler und Integratoren. Die Darstellung ist übersichtlicher asl mit Mailinglisten. ich frage mich, warum denn die Leute RSS und netnews so wenig nutzen? So ist Information einfach zu konsumieren. Spam und Filesharing gibt es in den binary Gruppen, nicht aber in den technischen Gruppen. Diese könnte Google einfach nicht mehr hosten und gut ist. Aber wie bereits gesagt, werden es kommerzielle Interessen sein. Schade nur, daß andere… Mehr »

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