Vietnam setzt auf Open Source

Auf vietnamesischen Regierungrechnern sollen bald nur noch Open Office und Co. laufen. Auch Händler sollen auf Wunsch der Regierung Open Source Software einsetzen.

Die vietnamesische Regierung wirbt schon länger für Open Source Software, nun lässt sie Taten folgen. In nur einem halben Jahr – bis Ende Juni 2009 – soll auf sämtlichen Servern in der IT-Abteilung auch Open-Source-Software laufen, lautet eine Anweisung des vietnamesischen Ministeriums für Information und Kommunikation.

Namentlich will das Ministerium Open Office, Thunderbird und Firefox einsetzen sowie den thailändischen Tipptrainer Unikey. Die Maßnahme zielt offenbar vornehmlich auf OSS-Anwendungen und weniger auf die Betriebssysteme der Server.

Das Ministerium fordert zugleich, dass sämtliche Mitarbeiter der Abteilung in Trainings lernen sollen, die Software richtig zu nutzen. Mindestens 50 Prozent dieser Angestellten sollen profunde Kenntnisse erwerben – was das konkret heißt, bleibt aber offen.

Bis Dezember 2009 sollen dann die ministerialen und lokalen staatlichen Behörden nachziehen. 70 Prozent dieser IT-Angestellten werden geschult.

Erst Ende 2010 sollen dann laut Ministerium sämtliche Mitarbeiter den Umgang mit der Open-Source-Software beherrschen. Darüber hinaus fordert die Anordung auch, dass Computerhändler Rechner nur noch mit Open-Source-Software und nicht mehr mit gecrackten Programmen anbieten.

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