Eine Schwachstelle in der 6.x-Version des Linux Kernels hat zur Folge, dass ein lokaler Angreifer höhere Rechte auf dem System erlangen kann. Die als StackRot bezeichnete Sicherheitslücke basiert auf einem Fehler in dem Stack-Expansion Mechanismus des Kernels. Der Kernel verwendet in den neueren Versionen Maple-Trees statt Red-Black-Trees, die in alteren Kernel-Versionen zum Einsatz kamen. In der 6er-Implementierung kommt es hierbei allerdings zu Use-after-Free-Fehler, die ein Angreifer ausnutzen kann.
Das Problem besteht darin, dass die jetzt verwendeten Maple-Trees Knoten-Datenstrukturen austauschen ohne eine Schreibsperre (Write-Lock) in der Speicherverwaltung des Kernels anzufragen. Durch die Use-after-Free-Schwachstelle kann ein lokaler Angreifer unter Umständen eigenen Programmcode ausführen. Der StackRot-Entdecker hat angekündigt Ende Juli einen Exploit für diese Schwachstelle öffentlich zugänglich zu machen.
