Ein nicht mehr funktionierendes Embedded-System wiederherzustellen kann ein langwieriger Prozess sein. Die zum Einsatz kommenden Tools dafür seien zudem herstellerabhängig und für Entwickler aufwändig zu erlernen. Bootlin, Spezialist für freie Software für Embedded-Systeme, stellt mit Snagboot jetzt ein Recovery- und Reflashing-Tool vor, das als generischer und quelloffener Ersatz dieser Tools gedacht ist
Dass die meisten Embedded-Plattformen eine Form der Wiederherstellung über USB oder UART anbieten, sei lobenswert, so Bootlin. Tools, die diese Funktionalität nutzen seien etwa STM32CubeProgrammer, SAM-BA oder UUU. Dass diese Tools sind herstellerspezifisch seien bedeute für Entwickler, die auf verschiedenen Plattformen arbeiten, zwischen verschiedenen Tools wechseln und lernen müssen, wie man jedes einzelne benutze.
Das Tool Snagboot soll dieses Problem lösen. Es besteht aus zwei Teilen, heißt es von Bootlin. Der erste Teil, Snagrecover, verwende herstellerspezifische ROM-Code-Mechanismen, um externes RAM zu initialisieren und den Bootloader (typischerweise U-Boot) auszuführen, ohne nichtflüchtige Speicher zu verändern.
Die zweite Komponente, Snagflash, kommuniziere mit dem Bootloader über USB, um System-Images zu flashen, entweder über DFU, USB-Massenspeicher oder Fastboot.
Snagboot unterstützt derzeit etwa 50 verschiedene SoC-Modelle aus sechs verschiedenen SoC-Familien.



