DFN-CERT-2023-1068 Microsoft Windows: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. das Ausführen beliebigen Programmcodes

Liebes Linux-Magazin-Team,

bitte beachten Sie die Informationen zu den verfügbaren Sicherheitsupdates
in der folgenden Sicherheitsmeldung.

Historie:

Version 1 (10.05.23):
Neues Advisory

Ein Angreifer kann mehrere Schwachstellen aus der Ferne ausnutzen, um
Informationen auszuspähen, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, beliebigen
Programmcode auszuführen und Denial-of-Service (DoS)-Angriffe durchzuführen.
Zudem kann ein Angreifer mehrere Schwachstellen im benachbarten Netzwerk
ausnutzen, um Informationen auszuspähen, Privilegien zu eskalieren und
beliebigen Programmcode auszuführen. Mehrere weitere Schwachstellen kann ein
Angreifer lokal ausnutzen, um Informationen auszuspähen, Privilegien zu
eskalieren, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und beliebigen Programmcode
auszuführen.

Für die Ausnutzung der Schwachstellen sind unterschiedliche Privilegien
erforderlich. Mehrere Schwachstellen erfordern die Interaktion eines
Benutzers.

Besonders im Fokus stehen in diesem Monat die Schwachstellen in Secure Boot
(CVE-2023-24932) und im Kernelmodustreiber (Win32k) (CVE-2023-29336), da
diese laut Microsoft bereits aktiv ausgenutzt werden. Die Schwachstellen
ermöglichen das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen und die Eskalation von
Privilegien.

Darüber hinaus stuft Microsoft fünf Schwachstellen in Windows Lightweight
Directory Access Protocol (LDAP) (CVE-2023-28283), Windows Network File
System (NFS) (CVE-2023-24941), Windows OLE (CVE-2023-29325), Windows
Pragmatic General Multicast (PGM) (CVE-2023-24943) und Windows Secure Socket
Tunneling Protocol (SSTP) (CVE-2023-24903) als kritisch ein. Die
Schwachstellen ermöglichen die Ausführung beliebigen Programmcodes.

Microsoft adressiert mit dem Sicherheitsupdate im April 2023 Schwachstellen
in den Komponenten Windows SMB, Windows Graphics Component, Windows NTLM
Security Support Provider, Windows NFS Portmapper, Kernelmodustreiber
(Win32k), Windows Secure Socket Tunneling Protocol (SSTP), Windows
Installer, Remote Desktop Client, Secure Boot, Server for NFS, Windows
Pragmatic General Multicast (PGM), Windows Network File System (NFS), Remote
Procedure Call Runtime, Windows Bluetooth Driver, Windows iSCSI Target
Service, Windows Backup Service, Windows Kernel, Windows Driver Revocation
List, Windows Lightweight Directory Access Protocol (LDAP), Microsoft Remote
Desktop App for Windows, Windows MSHTML Platform, Windows OLE, AV1 Video
Extension sowie SysInternals Sysmon for Windows. Diese können im Microsoft
Security Update Guide über die Kategorie ‘Windows’ identifiziert werden.

Microsoft informiert mit einer Aktualisierung des Security Advisory
ADV990001 über die neuesten Servicing Stack Updates (SSU) für die
unterschiedlichen Betriebssysteme und -versionen und weist darauf hin, dass
diese unbedingt installiert werden müssen.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Schwachstellenarchiv unter:
[https://adv-archiv.dfn-cert.de/adv/2023-1068]

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DFN-CERT Incident Response Team


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