In der OpenSSL-Bibliothek wurden kürzlich zwei kritische Sicherheitslücken korrigiert.
Die beiden Schwachstellen treten in dem X.509-Parser auf. Dort kann es zu Buffer-Overflow-Fehlern beim Verarbeiten von X509-Zertifikaten kommen. Ein entfernter Angreifer kann diesen Fehler durch eine spezielle E-Mail-Adresse in dem Zertifikat ausnutzen. Der Überlauf tritt bei beiden Sicherheitslecks erst nach der Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit des Zertifikats auf. Dies hat zur Folge, dass die Schwachstellen nicht ganz so einfach ausgenutzt werden können. Ein Angreifer kann durch die Schwachstellen vier Bytes auf dem Stack überschreiben.
Die OpenSSL Version 3.0.7 korrigiert die Sicherheitslücken. Ältere OpenSSL-Versionen vor 3.0.0 waren von dem Problem nicht betroffen.
