Sicherheit überfordert viele Anwender

Das Sicherheitsunternehmen Trellix hat 9000 Cyber-Sicherheitsverantwortliche in 15 Ländern befragt, die in Unternehmen und Branchen aller Größen und Arten beschäftigt sind. Das ernüchternde Ergebnis: Ein Drittel (34 Prozent) wusste um blinde Flecken in ihrem Ansatz, 60 Prozent glaubten, die eigenen Tools erlaubten kein effizientes Arbeiten ihrer SecOps-Teams und sechs von zehn Befragten gaben zu, mit der Geschwindigkeit, in der die Bedrohung wächst, kaum noch Schritt halten zu können.

Das mangelnde Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erwächst laut Trellis nicht zuletzt aus der Vielzahl der eingesetzten, aber schlecht integrierten Tools. Mehr als 60 Prozent benutzen zehn und mehr Werkzeuge, ebenso viele bezeichnen gerade das als Problem. Dabei nimmt die Anzahl der Sicherheitsvorfälle stetig zu: Mehr als ein Drittel der Antwortenden (34 Prozent) sind mit 25 bis 50 Vorfällen am Tag konfrontiert. Diese Vorkommnisse haben verschiedene Ursachen: 45 Prozent gehen auf Fehler der Mitarbeiter zurück, aber bereits auf Platz zwei landen mit 39 Prozent Angriffe von Insidern, gefolgt von Phishing und Spearphishing-Angriffen (34 Prozent). Auf Platz vier landet Ransomware mit 30 Prozent. Dabei haben 40 Prozent der befragten Unternehmen fünf bis zehn Prozent ihrer Einkünfte verloren, weitere 44 Prozent bis zu fünf Prozent.

Zu den größten Herausforderungen zählen gemäß der Studie die hohen Kosten von Sicherheitslösungen, die Schwierigkeit, ausgeklügelte Angriffe zu erkennen und zu bekämpfen, der Mangel an Ressourcen im Sicherheitsteam oder die schiere Anzahl der Angriffe. Den Ausweg sieht Trellis sicher nicht uneigennützig in der Einführung einer sogenannten XDR-Lösung (Extended Detection and Response). Unter den 500 befragten deutschen Cyber-Sicherheitsexperten sollen 84 Prozent vorhaben, ihr Budget modernen Lösungen wie XDR zuzuordnen.

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