DFN-CERT-2022-1784 Microsoft Windows: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u. a. das Ausführen beliebigen Programmcodes

Liebes Linux-Magazin-Team,

bitte beachten Sie die Informationen zu den verfügbaren Sicherheitsupdates
in der folgenden Sicherheitsmeldung.

Historie:

Version 1 (10.08.22):
Neues Advisory

Ein Angreifer kann mehrere Schwachstellen aus der Ferne ausnutzen, um
Privilegien zu eskalieren, beliebigen Programmcode auszuführen und Denial-
of-Service (DoS)-Angriffe durchzuführen. Darüber hinaus kann ein Angreifer
eine Schwachstelle im benachbarten Netzwerk ausnutzen, um beliebigen
Programmcode auszuführen. Ein Angreifer kann mehrere Schwachstellen lokal
ausnutzen, um ‘SYSTEM’-Privilegien oder die Rechte eines Domain Admins zu
erlangen, Dateien zu löschen, Informationen auszuspähen, Privilegien zu
eskalieren, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und beliebigen Programmcode
auszuführen. Das Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen ist einem Angreifer mit
physischem Zugriff auf ein betroffenes System ebenfalls möglich.

Für die Ausnutzung der Schwachstellen sind unterschiedliche Privilegien
erforderlich. Mehrere Schwachstellen erfordern die Interaktion eines
Benutzers. Die erfolgreiche Ausnutzung zweier Schwachstellen kann Einfluss
auf andere Komponenten haben.

Besonders im Fokus stehen in diesem Monat die kritischen Schwachstellen in
Active Directory Domain Services (CVE-2022-34691), Hyper-V (CVE-2022-34696),
Windows Point-to-Point Protocol (PPP) (CVE-2022-30133, CVE-2022-35744),
Windows Secure Socket Tunneling Protocol (SSTP) (CVE-2022-34702,
CVE-2022-34714, CVE-2022-35745, CVE-2022-35752, CVE-2022-35753,
CVE-2022-35766, CVE-2022-35767 und CVE-2022-35794) und SMB Client und Server
(CVE-2022-35804) sowie die bereits aktiv ausgenutzte Schwachstelle
CVE-2022-34713 im Microsoft Windows Support Diagnostic Tool (MSDT).

Microsoft adressiert mit dem Sicherheitsupdate im August 2022 Schwachstellen
in den Komponenten Active Directory Domain Services, Bluetooth Driver,
Bluetooth Service, Cloud Files Mini Filter Driver, Crypto Pro Boot Loader,
Defender Credential Guard, Digital Media Receiver, Error Reporting Service,
Eurosoft Boot Loader, Fax Service, HTTP.sys, Hyper-V, Kerberos, Kernel,
Local Security Authority (LSA), Microsoft ATA Port Driver, Microsoft Windows
Support Diagnostic Tool (MSDT), Network File System, New Horizon Data
Systems Inc Boot Loader, Partition Management Driver, Point-to-Point
Protocol (PPP), Print Spooler, Secure Socket Tunneling Protocol (SSTP), SMB
Client und Server, Storage Spaces Direct, Unified Write Filter, WebBrowser
Control, Win32k und Windows Hello. Diese können im Microsoft Security Update
Guide über die Kategorie ‘Windows’ identifiziert werden. Die
(kostenpflichtigen) Updates für Windows 7 und Windows Server 2008 finden
sich in der Kategorie Extended Security Updates (ESU).

Microsoft informiert mit einer Aktualisierung des Security Advisory
ADV990001 über die neuesten Servicing Stack Updates (SSU) für die
unterschiedlichen Betriebssysteme und -versionen und weist darauf hin, dass
diese unbedingt installiert werden müssen.

Der Hersteller weist ferner darauf hin, dass der Versand von
Sicherheitsinformationen über den bisherigen Dienst ‘Security Notification
Service’ in Kürze eingestellt wird. Benutzer, die weiter Informationen zu
Sicherheitsupdates erhalten wollen, sind angehalten, sich im Security Update
Guide (SUG) ein entsprechendes Profil zu erstellen.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Schwachstellenarchiv unter:
[https://adv-archiv.dfn-cert.de/adv/2022-1784]

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr DFN-CERT Incident Response Team


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