Debian wählt Projektleiter

Alle Jahre wieder steht die Wahl des Debian Project Leader (DPL) an. Die Amtszeit des aktuellen DPL, Jonathan Carter, endet im April.

Mit Jonathan Carter, der zum dritten Mal Antritt, Felix Lechner und Hideki Yamane stellen sich drei Kandidaten zur Wahl. Wie bei Debian üblich präsentieren sich die Kandidaten auf einer sogenannten Wahlplattform im Internet.

Hideki Yamane bezeichnet sich dort als etwa 40-50 Jahre alt, in Japan lebend und seit 2010 Debian-Entwickler. Zudem beantwortet er dort auch die Frage, warum er der “schlechteste” Kandidat als DPL aller Zeiten ist: Er sei nicht gut in Englisch und könne also nicht die komplizierten Fragen beantworten, die manche Leute mögen, schreibt er. Zudem sei er nicht in der bei Streitigkeiten zwischen unseren Mitwirkenden zu vermitteln. Ruhig, cool und sicher bleiben sei sein Motto. Als Projektleiter wolle er für eine bessere Debian-“Erfahrung” für unsere Mitwirkenden und Benutzer sorgen. Er will auch Änderungen an der Infrastruktur einleiten, was mehr Spenden und Anstrengungen erfordern könnte. Web, Wiki, BTS und Repository sind genannt.

Felix Lechner lebt in Kalifornien und will als DPL daran arbeiten, Konflikte innerhalb des Projekts zu reduzieren. Nach außen hin werde er sich bemühen Benutzer und Fachgemeinschaften auf der ganzen Welt zu helfen, sich wieder in Debian zu verlieben. „Wir sollten die führende Entwicklungsplattform für alle Programmier-Ökosysteme sein“, schreibt er.

Jonathan Carter will unter anderem die Diskussionen über die Registrierung von Debian als formale Organisation erneut anstoßen. Das Fehlen einer eigenen Rechtsperson berge viele Probleme. Dazu gehörten Schwierigkeiten beim Abschluss von Vereinbarungen mit externen Stellen und Probleme mit der persönlichen rechtlichen Haftung im Rahmen des Projekts. Außerdem will er eine Änderung in der Auslieferung und Aktualisierung von Firmware erreichen. Die Methoden, mit denen Firmware geladen und verteilt werde, hätten sich erheblich verändert. Nicht aktualisierte Firmware und Mikrocode können zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen, schreibt er in seine Plattform.

Die Kampagnenperiode endet am 1. April. Dann beginnt die Wahlperiode, die vom 2. bis 15 April andauert.

 

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