Mit 8613 berechtigten Fällen verzeichnete die Eco Beschwerdestelle einen Höchststand gemeldeter Rechtsverstöße im Internet. Die Zahl entspreche einem Anstieg von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilt der Verband der Internetwirtschaft mit.
Bei den Beschwerden mache die Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche machten weiterhin den größten Teil aus. 6851 Fälle seien in diesem Zusammenhang gemeldet worden, so der Eco. Die Anzahl berechtigter Meldungen zu Darstellungen des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger sei 2021 um rund 47 Prozent gestiegen, heißt es weiter.
Als Erfolg wertet der Verband, dass bei in Deutschland gehostete Webseiten mit Darstellungen von sexuellem Missbrauch die Inhalte zu 100 Prozent innerhalb von durchschnittlich 2,65 Tagen gelöscht worden seien. Weltweit seien solche Inhalte in weniger als einer Woche und mit einer Erfolgsquote von rund 98 Prozent entfernt worden, teilt der Eco in seinem Jahresbericht 2021 (PDF) mit.
Insgesamt erhielt die Eco Beschwerdestelle im vergangenen Jahr 25.775 Beschwerden wegen potenziell strafbarer oder jugendmedienschutzrechtlich relevanter Internetinhalte. Rund ein Drittel der Bürger gab dabei Kontaktdaten an. Rund 45 Prozent meldeten die Hinweise anonym.
Illegale Internetinhalte können über diese Webseite an die eco Beschwerdestelle gemeldet werden.





