Cloud-Smartphone auf dem MWC

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigen Canonical und Vodafone zusammen eine neue Technologie, die Fernseher, Computer, Wearables und andere Alltagsgegenstände in “Cloud-Smartphones” verwandeln soll.

Zu sehen ist das Konzept eines Smartphones, das vollständig in der Cloud läuft, während die Grundfunktionen auf dem Gerät des Nutzers verbleiben. Mit Hilfe der Anbox Cloud von Canonical kann Vodafone einen Software-Stack testen, der die Implementierung des Android-Betriebssystems in der Cloud ermöglicht. Dafür wird die gesamte Datenverarbeitung in eine virtuelle Maschine verlagert. Auf diese Weise muss das genutzte Gerät nur grundlegende Videodekodierungsfunktionen nutzen, so dass einfache Objekte Smartphone-Aufgaben übernehmen können. Die Integration von Funktionen, die auf dem physischen Gerät verbleiben, wie Kamera, Standortbestimmung oder verfügbare Sensoren, bietet dem Nutzer eine Umgebung, die sich nicht von dem unterscheidet, was er normalerweise gewohnt ist.

Durch das Auslagern rechen-, speicher- und energieintensiver Anwendungen von Geräten (x86 und Arm) in die Cloud können Endnutzer fortschrittliche Workloads via Streaming direkt auf ihrem Gerät nutzen. Anbox Cloud ermöglicht es Entwicklern außerdem, eine On-Demand-Anwendung über eine Plattform bereitzustellen, die eine bessere Kontrolle über die Leistung und die Infrastrukturkosten bietet. Zusätzlich haben sie dabei die Flexibilität, diese je nach Nutzerbedarf zu skalieren.

Ähnlich wie beim Vodafone-Anwendungsfall vereinfacht Anbox Cloud auch die Einführung von Cloud-Gaming: dabei werden grafik- und speicherintensive mobile Spiele für eine große Anzahl von Nutzern so skaliert, dass die von Spielern geforderte Reaktionsfähigkeit und extrem niedrige Latenzzeiten nicht beeinträchtigt werden.

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