Die Corona-Pandemie und die Digitalisierung hat zu einem starken Wachstum der Leistung von Rechenzentren geführt, berichtet der Digitalverband Bitkom. Die Kapazitäten seien von 2010 bis 2020 um 84 Prozent gestiegen und sollen nach der Bitkom-Studie bis 2025 noch einmal um rund 30 Prozent anwachsen.
Das Wachstum der Rechenzentrums-Kapazitäten sei vor allem auf den zunehmenden Ausbau von Cloud Computing zurückzuführen, berichtet der Bitkom. Die Kapazitäten in Cloud-Rechenzentren hätten sich zwischen 2016 und 2021 um 150 Prozent erhöht und diejenigen in traditionellen Rechenzentren würden nahezu stagnieren, heißt es weiter. Entsprechend sei der Anteil der Cloud-Rechenzentren an den Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland zwischen 2016 und 2021 von 20 Prozent auf 33 Prozent angestiegen. Cloud Computing soll sich laut Bitkom bis 2025 zum dominierenden Bereitstellungsmodell entwickeln und dann mehr als die Hälfte der Kapazitäten ausmachen.
Mit den zunehmenden Kapazitäten habe sich auch der Energiebedarf deutscher Rechenzentren und kleinerer IT-Installationen von 2010 bis 2020 von 10,5 auf 16 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr gesteigert. Gemessen am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland 2020 entspricht das 0,6 Prozent. Allerdings seien die Rechenzentren auch effizienter geworden. Die in Rechenzentren installierte Rechenkapazität habe sich pro verbrauchter Kilowattstunde Strom seit 2010 fast verfünffacht.
Die durch deutsche Rechenzentren und kleinere IT-Installationen verursachten Treibhausgasemissionen seien seit 2018 rückläufig. Mit rund 6 Millionen Tonnen CO2 lagen sie im Jahr 2020 wieder auf dem gleichen Niveau wie 2010, heißt es in der Studie.
Die Bitkom-Studie „Rechenzentren in Deutschland“ ist vom Borderstep Institut durchgeführt worden. Sie steht zum Download bei Bitkom.



