82 Prozent der in einer Kaspersky-Studie befragten Nutzer in Deutschland würden gerne die eine oder andere Spur aus ihrer Internetpräsenz im Jahr 2021 dauerhaft löschen. Um herauszufinden, was die Verbraucher in Europa insgesamt über ihre digitale Präsenz denken, hat Kaspersky mehr als 8.500 Personen ab 16 Jahren in 11 Ländern befragt.
Die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland bereut Posts, Likes und Tags und würden diese gerne dauerhaft löschen wollen. Und nach Meinung der in Deutschland befragten Verbraucher sollten bestimmte Themen aufgrund negativer Auswirkungen auf zukünftige Berufsaussichten und Beziehungen eher nicht geliked werden. Frauen sehen mögliche Konsequenzen von Likes zu den folgenden Themen besonders kritisch:
- Beiträge über Tierquälerei: 56 Prozent (Frauen: 60 Prozent)
- Posts mit rassistischen Untertönen: 52 Prozent (Frauen: 56 Prozent)
- Abfällige Äußerungen über das Aussehen einer anderen Person: 49 Prozent (Frauen: 52 Prozent)
- Sexistische Beiträge: 47 Prozent (Frauen: 52 Prozent)
- Bedrohliche Kommentare einer anderen Person (etwa gegenüber Politikern oder Prominenten): 46 Prozent (Frauen: 50 Prozent)
Aktuell haben nach Meinung der Befragten in Deutschland das Teilen folgender Aussagen im Internet besonders gravierende Folgen:
- Ablehnung der Covid-Impfkampagne: 35 Prozent (Frauen 39 Prozent)
- Abwertende Aussagen über Menschen mit Behinderung: 35 Prozent (Frauen: 40 Prozent)
- Anti-Trans-Sprache: 30 Prozent (Frauen: 35 Prozent)
- Leugnung des Klimawandels: 28 Prozent (Frauen: 31 Prozent)
- Ablehnung von Vegetarismus und Veganismus: 21 Prozent (Frauen: 22 Prozent)
Insgesamt geben 42 Prozent der Verbraucher an, dass ihre Social-Media-Profile sie nicht authentisch widerspiegeln. Weitere 48 Prozent sagen, dass andere aufgrund ihrer Internet-Historie ein falsches Bild von ihnen bekommen könnten.
Während die Mehrheit (65 Prozent) derjenigen, die alte Beiträge in den sozialen Medien überprüft oder gelöscht haben, dies in den vergangenen zwei Jahren getan haben, waren andere bereit, noch weiter zurückzugehen: Etwa 15 Prozent der Befragten entfernten Beiträge, die mindestens fünf Jahre zurücklagen.
Christian Milde, General Manager Central Europe bei Kaspersky sagte: “Wir müssen lernen, die Langzeitfolgen geteilter Daten und deren Auswirkungen auf unser Leben besser einzuschätzen. Vor allem sollten wir bedenken, ob und in welchem Maß wir eine veraltete digitale Identität, die nicht mehr unseren heutigen Werten entspricht, dauerhaft wieder löschen können. Die Studie Das Recht auf Vergessen werden ist online abrufbar.


