Jahresbilanz der Linux Foundation

Die Linux Foundation (LF) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von der Hüterin eines Projekts, dem Linux Kernel, zur internationalen Dachorganisation von inzwischen rund 750 Communities und rund 1900 Mitgliedern entwickelt. Nicht zuletzt konnte man im Jahr 2021 auch 30 Jahre Linux feiern.

Die Einnahmen der Linux Foundation stammen aus vier Hauptquellen, teilt die Stiftung mit: Mitgliedschaften und Spenden, Projektunterstützung, Schulungen und Zertifizierungen sowie Veranstaltungsanmeldungen und Sponsoring. Für das Jahr 2021 prognostiziere man Einnahmen in Höhe von 177 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2021 werde die Linux Foundation voraussichtlich über 180 Millionen Dollar für die Unterstützung ihrer Mission ausgeben, heißt es im Report.

Die Mitarbeiter seien auf der ganzen Welt tätig, darunter in den Vereinigten Staaten, Kanada, Europa, Australien und Asien. In den USA habe man Mitarbeiter in 34 Bundesstaaten. Von den 247 Beschäftigten seien 52 Prozent Frauen, was deutlich über dem Durchschnitt von 34,4 Prozent bei großen Technologieunternehmen liege

Betrachtet man die betreuten Communities und Projekte in Zahlen, dann sind im Jahr 2021 laut dem Bericht der Linux Foundation rund eine Milliarde Zeilen Code über alle betreuten Projekte hinweg hinzugekommen. 28443 Beitragende waren daran beteiligt. Die Zahl derjenigen, die im Jahr 2021 erstmals etwas beigetragen haben, sei um 336 Prozent gestiegen, so die Stiftung. Beteiligt an den Commits waren auch 3631 Organisationen.

2021 habe man den Bereich Cybersicherheit erweitert, indem man die Open Source Security Foundation (OpenSSF) zu einem finanzierten Projekt mit über zehn Millionen Millionen Dollar aus Mitgliedsbeiträgen gemacht habe.

Auch Schulungen und Zertifizierungen hätten an Bedeutung gewonnen, da die Nachfrage nach Fachkräften mit wichtigen Kenntnissen in offenen Cloud-Technologien und DevOps gestiegen sei. Über zwei Millionen Menschen hätten sich sich für kostenlose Linux Foundation-Schulungen angemeldet

Die Linux Foundation hat unter anderem auch die Open 3D Foundation in ihre Familie aufgenommen. Das erste Projekt der Stiftung war die Open 3D Engine (O3DE). Amazon Web Services hatte die Engine unter einem Apache 2.0- und MIT-Lizenzmodell zur Verfügung gestellt, teilt die Foundation mit.

Der Jahresbericht der Linux Foundation ist online einzusehen.

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