Rust 1.56.0 startet Edition 2021

Mit der Veröffentlichung der Programmiersprache Rust in Version 1.56.0 starten die Entwickler auch die Edition 2021. Nach der Edition 2015 und 2018 ist dies die dritte Edition.

Mit den sogenannten Editions haben die Rust Entwickler einen Weg gefunden, um Funktion freizugeben, die ansonsten nicht abwärtskompatibel wären. Editionen seien opt-in, so dass bestehende Crates diese Änderungen nicht sehen, bis sie explizit auf die neue Edition migrieren, lassen die Entwickler wissen. Rust verfolgt ein strenges Abwärtskompatibilitätsprogramm, deshalb dieser Sonderweg.

Zwar handle es sich bei der Edition 2021 um eine kleinere Ausgabe, verglichen zu den Vorgängern, es seien aber trotzdem einige Änderungen enthalten, die ein Edition-opt-in erfordern, um Probleme in existierendem Code zu vermeiden. 

Ein gewichtige Neuerung betrifft Closures. Closures bezeichnen bei Rust anonyme Funktionen, die sich in einer Variablen speichern oder als Argumente an andere Funktionen übergeben können. Closures erfassen automatisch Werte oder Verweise auf Identifier, die im Textkörper verwendet werden. Bislang seien die immer als Ganzes erfasst worden, nun würden Closures nur einzelne benannte Felder erfassen. Dieses “disjoint-capture” genante Feature soll es leichter machen, Closures zu schreiben. In der Ankündigung sind Code-Beispiele dafür genannt.

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