Beim Grundeln in BGP-Routing-Informationen erspart sich Charly mit dem kleinen Werkzeug Asn den Ritt durch so manche Parameterhölle. Neben der AS-Nummer eines Systems liefert es viele weitere Informationen wie etwa dessen Peering-Partner für Up- und Downstream.
Jeder Admin weiß mit IP-Adressen umzugehen. IPs sind jedoch keine Einzelgänger, sondern gehören zu einem Netz – und das ist fast immer einem autonomen System (AS) zugewiesen. Autonome Systeme teilen miteinander Routing-Information mithilfe des Border Gateway Protocols (BGP).
Es gibt einen einfachen Weg, um das AS herauszufinden, zu dem eine bestimmte einzelne IP gehört. Als Beispiel dient im Folgenden die IP-Adresse des Webservers von Computec Media, http://www.computec.de. Die zugehörige IP-Adresse 62.146.104.133 lässt sich per Dig oder durch einfaches Anpingen herausfinden.
Mit dieser IP-Adresse füttere ich ein Tool namens Asn [1]. Das Shell-Skript aggregiert die Ausgaben mehrerer anderer Tools und bereitet die Ergebnisse übersichtlich auf. Es hat eine Reihe von Abhängigkeiten, die je nach verwendeter Distribution unterschiedlich ausfallen. Was genau installiert werden muss, damit Asn funktioniert, erläutert ein eigener Abschnitt auf der Github-Seite des Werkzeugs.
Die Ausgabe zum Aufruf »asn 62.146.104.133« verrät, dass die fragliche IP-Adresse zum Netz 62.146.0.0/16 und zum AS 15598 gehört (Abbildung 1). AS-Nummern (ASN) sind weltweit eindeutig und werden von der IANA vergeben.
Ein zweiter Aufruf mit der ASN als Parameter (»asn AS15598«) liefert eine Vielzahl von Informationen über das AS wie etwa die Peering-Partner für Up- und Downstream (Abbildung 2). Außerdem lässt sich erkennen, welche weiteren Netze außer dem schon bekannten 62.146.0.0/16 diesem AS zugewiesen sind und welche Wege die Datenpakete vom lokalen AS zum Ziel nehmen (Abbildung 3).
Alle diese Informationen wären auch auf anderen Wegen zu bekommen, aber mit Asn spare ich mir viel Zeit und den Ritt durch so manche Parameterhölle. (jlu)
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