Im Oktober will das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit einer sechsmonatigen Pilotphase des Cyber-Sicherheitsnetzwerkes (CSN) starten. Ein Baustein der geplanten digitalen Rettungskette sind so genannte Vorfall-Experten, die im Erstkontakt erste Hilfe leisten sollen. Mit deren Zertifizierung soll nun begonnen werden.
Durch Angriffe auf IT-Systeme entstehen in Deutschland jährlich Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe, teilt das BSI mit. Betroffene seien Kleinst- bis Großunternehmen, aber auch Verbraucherhaushalte. Wenn Cyber-Kriminelle in IT-Systeme eindringen und etwa Daten verschlüsseln um Lösegeld erpressen zu können, sei es vor allem für Kleinst- und Kleinunternehmen, aber auch mittleren Unternehmen schwierig sein, die Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit von IT-Dienstleistern zu bewerten, so das BSI.
Das Cyber-Sicherheitsnetzwerk soll dann ein praktisches Angebot sein, das Kleinst- und Kleinunternehmen sowie mittleren Unternehmen im Falle eines Cyber-Angriffs helfen soll, teilt das BSI mit. Vor dem beginn der Pilotphase im Oktober beginne man nun mit den ersten Personenzertifizierungen um die Fachkompetenz und Qualität der Akteure sicherzustellen.
Das CSN ist laut BSI ein freiwilliger Zusammenschluss von qualifizierten Expertinnen und Experten, die sich bereit erklären, ihre individuelle Expertise und ihr individuelles Know-how zur Behebung von IT-Sicherheitsvorfällen zur Verfügung zu stellen und somit dazu beitragen, die IT-Sicherheitslage in Deutschland zu verbessern.
Weitere Informationen zur Personenzertifizierung zum Vorfall-Experten, sowie eine Liste der aktuell zertifizierten Vorfall-Experten stehen auf der Webseite des BSI zur Verfügung.




