Arti: Tor-Rewrite in Rust

Das Projekt Arti innerhalb des Tor-Projekts hat sich vorgenommen, einen Rewrite von Tor in der Programmiersprache Rust vorzunehmen. Dank einer Finanzspritze könne das Arti-Projekt nun starten, teilen die Tor-Macher mit.

Tor sei, soweit es die client-und serverseitigen Teil der Implementierung der nötigen Protokolle betreffe, in C geschrieben, teilt Nik Mathewson vom Tor-Projekt in einem Blogbeitrag mit. Und obwohl C altehrwürdig und allgegenwärtig sei, sei es auch notorisch fehleranfällig und es ermangle der Programmiersprache an High-Level-Funktionen. Dies mache viele Programmieraufgaben komplexer als sie es in einer moderneren Sprache wären, so Mathewson. Das Programmieren in C sei damit ein langsamer und mühsamer Prozess, der mehr Code erfordere, als nötig und selbst den sichersten Code müsse man doppelt überprüfen, um sicherzugehen, dass er nicht einem von Cs enormer Fehlerliste zum Opfer falle.

Rust scheine dem Projekt der klarste Ausweg aus dieser Zwickmühle, so Mathewson. Es sei eine Hochsprache und wesentlich ausdrucksstärker als C. Außerdem weise Rust einige innovative Funktionen auf, mit denen die Sprache bestimmte Sicherheitseigenschaften bereits zur Kompilierzeit erzwingen könne. Seit Beginn des Bugtrackings im Jahr 2016 sei davon auszugehen, dass ungefähr die Hälfte der Bugs mit Rust erst gar nicht entstanden wären, so der Entwickler weiter.

Man habe sich nun für einen kompletten Rewrite entschlossen, teilt Mathewson mit. Eine Finanzierungsrunde der freien Funding-Plattform Zcash mache den Rewrite möglich.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben