Verbraucherschützer fordern bessere Haftung für smarte Produkte

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat eine Produkthaftungsreform gefordert. Das über 30 Jahre alte Produkthaftungsrecht in der Europäischen Union sei veraltet und werde einer digitalen Produkthaftung für smarte Produkte nicht mehr gerecht.

Die Verbraucherschützer zählen Digitale Sprachassistenten, Rasenmähroboter oder vernetzte Alarmanlagen zu den Produkten, die den Alltag von Verbrauchern erobert haben. Diese smarten Produkte seien aber nicht so sicher wie sie sein sollten. Sicherheitslücken durch fehlerhaft Programmierungen und leicht zu hackende Software seien dann für Schäden verantwortlich, auf denen Verbraucher mangels Produkthaftung sitzen bleiben.

 “Der Anwendungsbereich des Produkthaftungsrechts muss künftig auch Software umfassen, unabhängig von der Frage, ob sie in ein körperliches Produkt integriert ist oder nicht”, sagt Jutta Gurkmann, Leiterin des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Zudem fordere der VZBV eine Anpassung des Fehlerbegriffs. Laut geltendem Recht hafte der Hersteller nicht für Fehler, die er beim Inverkehrbringen des Produktes nicht kennen konnte. Dies berücksichtige jedoch nicht, dass Hersteller vernetzter Produkte nach dem Inverkehrbringen die Pflicht haben, gefährliche Schwachstellen auch im Nachgang zu beheben, so der VZBV in seinem Positionspapier.

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